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Die Abstimmung ums Untere Gremm in der Übersicht

Am 10. Februar entscheidet die Teufener Stimmbevölkerung über den Gestaltungsplan Unteres Gremm. Die Überbauung im ehemaligen Thürerpark stösst auf Kritik. Die Argumente dafür und dagegen auf einen Blick.
Astrid Zysset
So soll die Überbauung gemäss Bauherrschaft einmal aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll die Überbauung gemäss Bauherrschaft einmal aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Auf dem Gebiet im ehemaligen Thürerpark ist eine Überbauung mit insgesamt 75 Wohnungen sowie drei Tiefgaragen mit 105 Parkplätzen geplant. Das Projekt wurde öffentlich aufgelegt. Gegen den Gestaltungsplan regte sich jedoch Widerstand. Vergangenen Oktober wurde das fakultative Referendum mit 240 Unterschriften ergriffen. Das Komitee kritisierte die fehlende Berücksichtigung des Behindertengleichstellungsgesetzes, den nicht ausreichend nachhaltigen Umgang mit der Energie und die Architektur. Diese entspreche nicht einer dorfgerechten Gestaltung. Auch die Wohnbaugenossenschaft AWG wehrte sich gegen den Gestaltungsplan: Eine entsprechende Einsprache ist noch beim Kanton hängig. Der Gemeinderat steht hinter dem Projekt und empfiehlt für die kommende Urnenabstimmung ein Ja. Die Bauherrschaft stellt klar, dass es keinen Plan B gebe, sollte der Gestaltungsplan abgelehnt werden. Sicher sei jedoch, dass definitiv eine Überbauung auf dem Areal realisiert wird.

Das Projekt stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Investoren liessen im Mai 2014 mitten in der Brutzeit der Vögel rund 100 ältere Bäume auf dem Areal abholzen. Das sorgte für grossen Unmut innerhalb der Bevölkerung.

Hinweis

Die Abstimmung über den Gestaltungsplan Unteres Gremm findet am 10. Februar statt.

Das sagt das Referendumskomitee:

Die Anliegen des Referendumskomitees:
- die Architektur. Das Komitee bemängelt die Gestaltung und Materialisierung der Bauten mit vorfabrizierten Betonbalkonen und flachen Dächern, die fehlende Differenzierung in der Volumetrie, der Höhe und der Ausrichtung der Häuser
- es empfindet die Breite der geplanten Fussverbindung und die teilweise bis zu zwölfprozentige Steigung innerhalb der Überbauung als nicht behindertengerecht. Zudem ist die Verkehrsführung über die Krankenhausstrasse nicht optimal
- es will die Nutzung von 100 Prozent nachhaltiger Energiequellen
- es will nicht, dass die Zufahrt von der Gremmstrasse her durch die Gemeinde finanziert wird
Das Referendumskomitee richtet seine Kritik nicht nur an die Bauherrschaft, sondern vor allem an die Gemeinde, welche in ihren Augen zu viele Abweichungen von der Regelbauvorschrift zugelassen habe.

Das sagt die Gemeinde:

Die Gemeinde hatte sich lange nicht zum Projekt geäussert. An der vergangenen Orientierungsversammlung legte sie ihre Überlegungen dar:
- sie findet, dass das Projekt von der Architektur her überzeugt. Die Häuser würden sich ins Landschaftsbild einpassen
- eine weitere Fussverbindung ist geplant
- die Gemeinde erachtet die Verwendung von 70 Prozent nachhaltiger Energiequellen als ausreichend
- die Gemeinde hat das Grundstück 1995 von der Swisscom gekauft – inklusive einer Dienstbarkeit gegenüber den Grundstücken des Thürerparks. Die Gemeinde ist somit verpflichtet, den angrenzenden Grundstücken ein 7,5-Meter breites Fahrrecht zu gewährleisten. Ausserdem müssten die bestehenden Parkplätze zurückgebaut werden. Im vorliegenden Bauprojekt müsste sie «nur» die Kosten für die Erstellung der Strasse übernehmen. Gemeindepräsident Reto Altherr sprach an der vergangenen Orientierungsversammlung von einem «guten Deal».

Das sagt die Bauherrschaft:

Die private Bauherrschaft hatte in einer Medienorientierung kürzlich ihre Standpunkte zur Kritik dargelegt:
-die Kritik an der Architektur kann sie nicht nachvollziehen. Das Projekt hätten Fachleute ausgearbeitet, viel Herzblut stecke darin. Historische Häuser seien sorgfältig in die heutige Zeit übersetzt worden
-die hügelige Landschaft erfordert eine zwölfprozentige Steigerung. Diese werde in besonderen Fällen von der Fachstelle für behindertengerechtes Bauen zugelassen

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