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Kontroverse um Parkierordnung an der Herisauer Langelenstrasse

Wenn Gastschützen der Schützengesellschaft Säge-Herisau in die Schiessanlage Langelen gehen, dürfen sie an der Langelenstrasse parkieren. Ein Anwohner erhebt nun Vorwürfe und will ein Komitee gründen.
Yann Lengacher
Auf diesem Bereich der Langelenstrasse durften Gastschützen der SG Säge-Herisau in Vergangenheit parkieren. (Bild:Yann Lengacher)

Auf diesem Bereich der Langelenstrasse durften Gastschützen der SG Säge-Herisau in Vergangenheit parkieren. (Bild:Yann Lengacher)

Walter Schwarzkopf wohnt an der Langelenstrasse. In einem begrenzten Bereich nahe der Schule dürfen an dieser Strasse die Gastschützen der Schützengesellschaft (SG) Säge-Herisau parkieren, wenn sie sich für eintägige Anlässe wie Bundesübungen in die Schiessanlage Langelen begeben.

Auch am Ausserrhoder Kantonalschützenfest dürften Schützen gemäss einer Bewilligung der Gemeinde hier parkieren. Während des Schiessbetriebs des Kantonalschützenfests im Juni werden die Sportler aber darauf verzichten: Nach Absprache mit der Firma Huber und Suhner AG dürfen die Autos auf deren Parkplatz parkiert werden. Die Schützen gelangen während des gesamten Festes mit einem Shuttlebus zur Schiessanlage, sodass kaum Mehrverkehr an der Langelenstrasse entsteht. Trotzdem kritisiert nun Schwarzkopf die Schützengesellschaft.

Ärger über Autos auf dem Trottoir und ein Vertrauensverlust

Eines wolle er vorausschicken: Gegen den Schiesssport habe er nichts, sagt Anwohner Schwarzkopf. Auch mit der Verkehrshandhabung während des kantonalen Schützenfestes sei er einverstanden. Trotzdem möchte er ein Komitee mit dem Namen «Parkordnung Schulhaus Langelen» gründen. Schwarzkopf stört sich an zwei Sachen: «Während den Bundesübungen parkieren die Schützen ihre Fahrzeuge zur Hälfte auf dem Trottoir, sodass Kinder und Personen mit Kinderwagen auf die Strasse ausweichen müssen.»

Die zweite Sache, die ihn stört, ist die Kommunikation der Schützengesellschaft. «Am 17. März wurden wir via Flurgenossenschaft darüber informiert, dass das kantonale Schützenfest in der Schiessanlage Säge während zehn Tagen stattfinden wird, ohne dass vorher mit uns Anwohnern gesprochen wurde. So dachten wir, dass unser Quartier während zehn Tagen zuparkiert würde.» Weil ihm jetzt das Vertrauen in die Schützengesellschaft fehle, hat er die Gründung eines Komitees initiiert. Mit diesem möchte er sich künftig für eine bessere Verkehrsordnung einsetzen. «Ich bin nicht der einzige, der diese Ansichten vertritt. Wenn wir aktiv werden, können wir einen Drittel des Quartiers mobilisieren.» Wie das Komitee nach der Gründung weiter verfahren würde, sagt Schwarzkopf nicht. Das Verkehrsregime für die eintägigen Anlässe, die einige Male im Jahr stattfinden, arbeiteten die SG Säge-Herisau und die Gemeinde vor rund vier Jahren gemeinsam aus. Dies erfolgte damals auf Anregung von Walter Schwarzkopf. Seit 2016 wird das Regime angewendet.

Die Schützen sehen es anders

Für die Schützengesellschaft ist es unverständlich, weshalb Walter Schwarzkopf so reagiert. Mit der jährlichen Parkbewilligung sei die Parkierordnung detailliert und klar geregelt, sagt Hanspeter Kessler. Er ist ehemaliger Präsident des Quartiervereins Säge und war an der Ausarbeitung des Verkehrskonzepts beteiligt. Details könne man nach einem Gespräch mit dem Anwohner aber ändern, sofern sich dieser dafür offen zeige. Dass deswegen Fussgänger auf die Strasse ausweichen müssen, glaubt er indes nicht. Von Seiten der Gemeinde heisst es, dass sich die Schützen jederzeit vorbildlich verhalten und gute Lösungen für die Verkehrsregelung präsentiert hätten.

Den Vorwurf, dass die Schützen im Hinblick auf das Ausserrhoder Kantonalschützenfest die Anwohner ungenügend informiert hätten, kann Beat Rusch, der Präsident der Schützengesellschaft Säge-Herisau, nicht nachvollziehen. «Das kantonale Organisationskomitee hat schon seit langem kommuniziert, in welchen Schiessanlagen geschossen wird.» Die SG Säge gebe zudem Informationen an die Anwohner via Flurgenossenschaft Langelen weiter, sobald diese fix seien. Rusch sagt: «Wir geben lieber eine verlässliche Information heraus, als zehnmal über etwas zu informieren, das noch nicht sicher ist.»

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