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Er will Gemeindepräsident von Schwellbrunn werden

Ueli Frischknecht kandidiert für das Gemeindepräsidium und einen Kantonsratssitz der höchst gelegenen Gemeinde Ausserrhodens. Sein politischer Leistungsausweis liegt vor allem im Ressort Bildung.
Mea Mc Ghee
Kandidat für das Gemeindepräsidium Schwellbrunn Ueli Frischknecht in der Lernlandschaft der örtlichen Oberstufe. Das Schulmodell wurde in seiner Zeit als Verantwortlicher des Ressorts Bildung eingeführt. (Bild: PD)

Kandidat für das Gemeindepräsidium Schwellbrunn Ueli Frischknecht in der Lernlandschaft der örtlichen Oberstufe. Das Schulmodell wurde in seiner Zeit als Verantwortlicher des Ressorts Bildung eingeführt. (Bild: PD)

«Aufgrund meiner Lebenssituation als Vater von drei kleinen Kindern kenne ich die Interessen, Bedürfnisse und Sorgen vieler Einwohnerinnen und Einwohner», sagt Ueli Frischknecht. Dazu bringt der 39-Jährige Führungserfahrung mit und hat in seiner Aufgabe als Dienstchef der Kantonalen Notrufzentrale der Ausserrhoder Kantonspolizei schon manche Krisensituation gemeistert. Als Polizist sei er gewohnt, mit unterschiedlichen Personengruppen einen Dialog zu führen, dafür habe er sich die erforderlichen Sozialkompetenzen angeeignet. Aufgrund seiner Funktion als Mediensprecher hat er Erfahrung in der Kommunikation mit der Bevölkerung und mit Medien. Kritik müsse man aushalten, Probleme auffangen, kanalisieren und einer Lösung zuführen.

Seit 2012 gehört der gebürtige Schwellbrunner dem Gemeinderat an, ist verantwortlich für das Ressort Bildung. Seit drei Jahren ist er zudem Vize-Gemeindepräsident. Nachdem der bisherige Gemeindepräsident Hansueli Reutegger in den Regierungsrat gewählt worden ist, gilt es am 17. März dessen Nachfolger an der Spitze des Gemeinderates zu bestimmen. Nach einem «gedanklichen Reifeprozess» kandidiert Ueli Frischknecht für das Amt. Er pflege einen kooperativen Führungsstil, so der 39-Jährige. Sollte er gewählt werden, gebe es natürlich Veränderungen in der Hierarchie. Frischknecht ist aber überzeugt, dass das gute Einvernehmen im Gemeinderat weiter bestehen wird und hat Vertrauen in die Ressortverantwortlichen. «Schön wäre, wir könnten komplett in die neue Legislatur starten», spricht er die fehlende Kandidatur für den freien Sitz im Gemeinderat an. Frischknecht ist sich bewusst, dass die Rolle des Gemeindepräsidenten exponierter ist, als jene des Gemeinderates. Und er würde wohl auch mit neuen Themen konfrontiert. Im Gespräch wird sein Interesse für die Organisation und Funktion des Gemeinwesens deutlich; von der Abwasserentsorgung über bauliche Entwicklung bis hin zur Zukunft der Schule.

Weiter stellt sich Frischknecht der Kampfwahl mit drei Kandidaten für zwei Sitze im Kantonsrat. Sein Pensum bei der Kantonspolizei würde er bei einer Wahl auf 80 Prozent reduzieren. Dazu geniesse er im Hinblick auf seine künftigen Aufgaben die volle Unterstützung seiner Frau Sandra. Als Gemeindepräsident strebt Frischknecht eine fixe Präsenzzeit auf der Gemeindekanzlei an, um für die Bevölkerung greifbar zu sein. Für die übrigen Aufgaben werde er seine Zeit flexibel einteilen. Unterstützt wird seine Kandidatur von der SVP sowie vom Land- und Alpwirtschaftlichen Verein.

Die Gemeinde soll eigenständig bleiben

«Ich möchte einen Beitrag leisten, damit sich die Bevölkerung wohl fühlt, damit das Dorf lebenswert ist und als Ausflugsziel attraktiv bleibt», nennt er seine Motivation. Themen, die ihn beschäftigen: Die Renovation der Mehrzweckanlage. Für dieses «Generationenprojekt» gelte es die bestmögliche Lösung zu finden. Auch wenn man dafür finanziell ans Limit gehe, müssten mittelfristig Investitionen in andere Projekte möglich sein. Weiter möchte er die Organisation des Gemeinderates überprüfen. Das Gremium und die Verwaltung sollen weiterhin dienstleistungsorientiert wirken. Erstrebenswert scheint ihm eine Bedarfserhebung zur ausserschulischen Kinderbetreuung. Die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr soll erhalten oder gar verbessert werden. Zudem sei es wichtig, dass die Gemeinde eigenständig bleibe, so das Mitglied der SVP. Dafür brauche es unter anderem ein Bildungsangebot vom Kindergarten bis und mit Sekundarstufe 1.

Einst Sportler, heute Politiker

Im Ressort Bildung liegt denn auch Frischknechts grösster politischer Leistungsausweis: Kaum im Gemeinderat, gleiste er die Umstrukturierung der Oberstufe auf. Und nach dreijähriger Vorbereitung wurde 2015 das Modell «Lernlandschaft» in Schwellbrunn eingeführt. Die Bildung sei auch seine Hauptmotivation, für den Kantonsrat zu kandidieren. Er nennt die anstehende Revision des Schulgesetzes und die damit verbundenen möglichen Konsequenzen für die Gemeinden. Auf seine Initiative hin sei zudem die Liegenschaftskommission ins Leben gerufen worden. Weiter wurde der Spielplatz im Sommertal realisiert.

Als Qualitäten von Schwellbrunn nennt er das intakte Vereinsleben, das vielseitige Gewerbe, die junge, wachsende Bevölkerung sowie die Kombination aus ländlichem Lebensraum und der Nähe zur Stadt.

Ueli Frischknecht war einst ein Spitzenfaustballer. Vom Typ her sei er noch immer Sportler. «Ich bereite mich vor und will bestehen.» Als Politiker seien der Konsens und gute Lösungen aber wichtiger als das Siegen.

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