Kommentar
Zu den Herisauer Gemeindepräsidiumswahlen: Eine grosse Überraschung

Bei der Wahl um das Herisauer Gemeindepräsidium kommt es zum zweiten Wahlgang. Weder Sandra Nater von der FDP noch Max Eugster von der SP erreichen im ersten Wahlgang am Sonntag das absolute Mehr.

David Scarano
David Scarano
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Damit hat fast niemand gerechnet: In Herisau liefern sich Sandra Nater und Max Eugster ein unerwartetes Kopf-an-Kopf-Rennen. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang. Obwohl die FDP versucht, das Resultat schönzureden – sie spricht von einem positiven Ergebnis – zeigt dieses klar: Mit nur rund 30 Stimmen Vorsprung bleibt Nater im bürgerlich geprägten Herisau deutlich hinter den Erwartungen. Einen Teilsieg feiern darf hingegen Max Eugster von der SP. Er punktete auch weit ausserhalb seiner linken Stammwählerschaft. Enttäuschend ist die tiefe Wahlbeteiligung von nur 36,7 Prozent. Dies hat wohl auch mit einem bislang eher zurückhaltenden Wahlkampf zu tun. Im zweiten Wahlgang dürfte der Umgangston nun härter werden. Die Kandidierenden werden die Ellenbogen ausfahren und Profil zeigen müssen. Schliesslich geht es um das höchste Amt in der einwohnerstärksten Gemeinde Ausserrhodens.