KOMMENTAR: Angebot muss besser werden

Die Toggenburger Bergbahnen wollen Aktien der Bergbahnen Wildhaus kaufen. Redaktorin Sabine Schmid kommentiert das per Inserat veröffentlichte Angebot.

Sabine Schmid
Drucken
Teilen
Redaktorin Toggenburger Tagblatt (Bild: Urs Jaudas)

Redaktorin Toggenburger Tagblatt (Bild: Urs Jaudas)

Das Angebot der Toggenburg Bergbahnen AG an die Wildhauser Aktionäre tönt alles andere als verlockend. Sie ist bereit, nur gerade einen Achtel des Steuerwertes für eine Aktie zu bezahlen. Dies stösst den Verantwortlichen der Bergbahnen Wildhaus AG, den Aktionären und auch vielen Kommentarschreibern auf Onlineplattformen sauer auf.

Die Absichten des Verwaltungsrats der Toggenburg Bergbahnen AG sind in den Augen der Öffentlichkeit weiterhin verschwommen. Hofft man auf unaufmerksame Aktionäre, die auf dieses Angebot hereinfallen? Will man die Bergbahnen Wildhaus AG unter ihrem Wert kaufen? Will man damit die eigene Unternehmung, die in den vergangenen Jahren viel investiert hat, auf Kosten der Bergbahnen Wildhaus AG sanieren?

Eine gut durchgeführte Fusion der Bergbahnunternehmen im Obertoggenburg, bei der beide Partner auf gleicher Ebene stehen, würde nicht nur von den Aktionären begrüsst, sondern auch von der Politik, den Gästen und vor allem von den Einheimischen. Denn sie haben erkannt, dass sich die Skiregion Obertoggenburg nur als schlagkräftig und selbstbewusst auf dem Markt positionieren kann, wenn sie geeint auftritt.

Dies bedingt aber, dass die Partner offen aufeinander zugehen, zum Dialog bereit sind und einander auf Augenhöhe begegnen. Das vorliegende Angebot entspricht dem leider nicht. Es muss deshalb deutlich aufgebessert werden.