Kommandantenwechsel beim «Schützesächsi»

Das Gebirgsschützenbataillon 6 wird seit 2017 von Oberstleutnant im Generalstab David Thalmann geführt. Am Mittwochabend übergab er das Kommando anlässlich der Fahnenzeremonie in Appenzell symbolisch seinem Nachfolger Simon Hoffmann, der Major im Generalstab ist.

PD
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David Thalmann übergibt das Kommando des Gebirgsschützenbataillons 6 symbolisch seinem Nachfolger Simon Hoffmann.

David Thalmann übergibt das Kommando des Gebirgsschützenbataillons 6 symbolisch seinem Nachfolger Simon Hoffmann.

Das Gebirgsschützenbataillon 6 ist der älteste Verband der Schweizer Armee. Am Mittwochabend sprach Oberstleutnant im Generalstab David Thalmann ein letztes Mal vor dem versammelten Infanterieverband, den er seit 2017 als Kommandant führe und präge, schreibt die Schweizer Armee in einer Mitteilung. Anlässlich der Fahnenzeremonie in Appenzell wurde die Fahne des traditionsreichen Gebirgsschützenbataillons 6 symbolisch seinem Nachfolger, Major im Generalstab Simon Hoffmann, übergeben. Hoffmann ist wie Thalmann Berufsoffizier und wird das Kommando per 1. Januar 2020 offiziell übernehmen.

Der Anlass fand im Beisein der Innerrhoder Regierungsmitglieder Jakob Signer und Ruedi Uhlmann, sowie des Divisionskommandanten der Territiorialdivision 4, Divisionär Willy Brülisauer statt. «Fahnenabgaben» sind militärische Fahnenzeremonien, die unter Anwesenheit aller Einheiten eines Verbands jeweils das Ende des Truppendienstes markieren. Beim «Schützesächsi» – so wird das Gebirgsschützenbataillons 6 umgangssprachlich genannt – hat es Tradition, dass die Fahnenzeremonien im Beisein der Lokalbevölkerung und von Behördenvertretern der Gastkantone sowie des Göttikantons Zürich stattfinden. Zum wiederholten Mal machte der Verband deshalb auf dem geschichtsträchtigen Landsgemeindeplatz Appenzell Halt.

Nebst anspruchsvollen Eigentrainings und Kompaniegefechtsschiessen auf Schiessplätzen rund um den Säntis stand im Wiederholungskurs 2019 die gemeinsame Verbandsleistung aller Einheiten im Fokus. Im Rahmen einer aufwendigen Volltruppenübung waren alle Kompanien von Montag bis Mittwoch aus der Ostschweiz ins Glarnerland verlegt worden. Trotz widrigsten Wetterbedingungen konnten Soldaten und Kader dort erfolgreich in den vielfältigen Einsatzverfahren des modernen Infanteriebataillons trainiert werden. Von der Leistungsfähigkeit der Milizsoldaten machte sich am Mittwochmorgen sogar der Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, ein Bild. Einzelne Detachemente des Bataillons standen während des Wiederholungskurses 2019 zusätzlich in Genf und Bern für Aufträge im Bereich des Botschaftsschutzes im Einsatz. Ebenso würden beispielsweise die aufwendigen Aufbauarbeiten fürs Eidgenössische Turnfest in Aarau und für den Pferdesport-Event CSIO St. Gallen vom Gebirgsschützenbataillon 6 tatkräftig unterstützt, heisst es in der Mitteilung weiter. (pd)

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