Komitee gegen Mindestlohn

APPENZELLERLAND. In den beiden Appenzell setzt sich ein überparteiliches Komitee für die Ablehnung der Mindestlohn-Initiative ein. Diese gelangt am 18. Mai zur Abstimmung und verlangt eine flächendeckende untere Lohngrenze von 22 Franken pro Stunde oder 4000 Franken pro Monat.

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APPENZELLERLAND. In den beiden Appenzell setzt sich ein überparteiliches Komitee für die Ablehnung der Mindestlohn-Initiative ein. Diese gelangt am 18. Mai zur Abstimmung und verlangt eine flächendeckende untere Lohngrenze von 22 Franken pro Stunde oder 4000 Franken pro Monat. Das Co-Präsidium des Komitees bilden die Ständeräte Hans Altherr und Ivo Bischofberger, die Nationalräte Daniel Fässler und Andrea Caroni, Regierungsrat Köbi Frei, Präsident der SVP AI und Hika, Ruedi Eberle, die Gewerbeverbandspräsidenten Albert Manser und Adrian Künzli sowie die Präsidenten von Gastro AR und AI Walter Höhener und Ruedi Ulmann.

Die Mindestlohn-Initiative sei ein neues Lohndiktat, das die Sozialpartnerschaft untergrabe und den Schwächeren auf dem Arbeitsmarkt sowie Berufseinsteigern schade, teilen die Gegner in einem Communiqué mit. Denn mit dem welthöchsten Mindestlohn würden Stellen im Tieflohnbereich ausgelagert oder wegrationalisiert. KMU-Betriebe und deren Angestellte in ländlichen Regionen gehörten zu den Verlierern. Betroffen wären aber auch das Gastgewerbe, die Landwirtschaft, der Detailhandel sowie Coiffeur- und Reinigungsbetriebe. Die Befürworter der Mindestlohn-Initiative wollen diese Leute schützen. Sie erreichen aber genau das Gegenteil. «Das wäre das Ende der Sozialpartnerschaft und des bewährten liberalen Arbeitsmarkts», so die Gegner der Initiative abschliessend. (pd)

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