Kollektives Schweigen im Regierungsrat

Zur Diskussion um die Kantonsschule Wattwil Zur Wahl des Präsidenten für den Schulrat in Kirchberg

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Der Streit um die Standortfrage der Kantonsschule Wattwil geht weiter. Bis zum Sommer 2013 hat sich die Kantonsregierung deutlich für den Mittelschulstandort im Toggenburg ausgesprochen. Dann die Kehrtwende: Man werde nun doch eine Standortanalyse machen lassen und dann entscheiden. In der Zwischenzeit pochen Politiker und Politikerinnen aus dem Linthgebiet weiter auf eine eigene Kanti. Doch die Toggenburger Bevölkerung steht konsequent hinter dem Standort Wattwil: Über 4000 Personen haben inzwischen die Petition «Für den Kantonsschulstandort Wattwil» unterzeichnet.

Weiterhin wartet man vergeblich auf eine offizielle Stellungnahme aus St. Gallen. Stattdessen tauchen in der Presse interne Dokumente aus dem Regierungsrat auf. Volkswirtschaftsvorsteher und ehemaliger Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, Benedikt Würth (CVP), fordert darin unter anderem die genaue Prüfung des Standorts Uznach. Dieser sei von der Analyse als «gut» bewertet worden, Wattwil dagegen nur als «mittel». Telefonische Rückfragen der Presse bringen nichts: Sowohl Würth als auch sein Kollege und Vorsteher des Bildungsdepartements, Stefan Kölliker (SVP), verweigern weitere Auskünfte. Die Bevölkerung wird weiterhin im Unklaren darüber gelassen, wie es mit der Kanti Wattwil weitergeht! Auch die offenbar bereits vorliegende Standortanalyse bleibt unter Verschluss. Eine definitive Stellungnahme der Regierung wurde für April angekündigt. Bis jetzt hat sich die regierungsrätliche «Kommunikationsstrategie» aber auf peinliche Informationslecks und Schweigen beschränkt.

Die mangelnde Kommunikation und der planlose Zickzack-Kurs der Regierung sind letztlich der Grund für diesen leidigen Standortstreit. Dringend nötig wären aber endlich ein klarer Grundsatzentscheid, mehr Transparenz und die Offenlegung der Standort-Analyse!

Esther Meier, Achslenstrasse 32, 9016 St. Gallen

Stimme geht an Orlando Simeon

Am Sonntag, 29. Juni 2014, wählen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schulgemeinde Kirchberg-Bazenheid ihren neuen Schulratspräsidenten. Gleichzeitig ist bekannt, dass die Gemeinde Kirchberg auf 1. Januar 2017 in eine Einheitsgemeinde umsteigen will. Somit bekommt der neue Schulratspräsident viele zusätzliche Aufgaben übertragen. Diese Person wird ganz massgeblich die Gestaltung der Einheitsgemeinde prägen.

Die Stimmberechtigten haben eine gute Auswahl von drei variablen Kandidaten aus den eigenen Reihen. Viele Gemeinden würden sich eine solche Ausgangslage wünschen. Meine Stimme wird aus folgenden Gründen Orlando Simeon bekommen.

Orlando Simeon bringt die geforderten Voraussetzungen mit. Als aktiver Schulrat kennt er den aktuellen Schulbetrieb bestens. Die eigenen Kinder haben die Schule bereits durchlaufen, und somit kennt er die Sicht der Eltern. Durch seine verschiedenen beruflichen Tätigkeiten bringt er ein breites pädagogisches und betriebswirtschaftliches Denken mit.

Der Bereich Schule ist in jeder Gemeinde der grösste Kostenblock. In Kirchberg gehen rund 45% des Budgets in den Bereich Schule. Persönlich erwarte ich vom neuen Schulratspräsidenten einen streng geführten und kostenbewussten Schulbetrieb. Ich bin überzeugt, dass Orlando Simeon dies entsprechend umsetzen wird.

Linus Thalmann,

Präsident SVP Kirchberg

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