Köniz war eine Nummer zu gross

Im ersten Spiel nach der Weihnachtspause musste Volley Toggenburg am Mittwoch den Gang nach Köniz antreten. Das Team aus der Ostschweiz musste anerkennen, dass ein Punktgewinn gegen dieses Topteam klar ausser Reichweite lag.

Drucken
Teilen
Volley Toggenburg konnte die Könizerinnen nie gefährden. (Bild: Reinhard Kolb)

Volley Toggenburg konnte die Könizerinnen nie gefährden. (Bild: Reinhard Kolb)

VOLLEYBALL. Volley Toggenburg konnte das Berner Starensemble in der neuen Weissensteinhalle an diesem Abend nie gefährden. Zu stark ist Volley Köniz in dieser Saison. Im aktuellen Team von Köniz stehen zurzeit acht Ausländerinnen aus sieben verschiedenen Nationen. Aus dem Kollektiv stechen dabei vor allem die Topscorerin Acosta aus Venezuela und die deutsche Diagonalspielerin Schulz heraus. Neben den starken Ausländerinnen spielten auch von Rooij und Schauss sicher auf und zeigten kaum Schwächen. Nur wenn Volley Toggenburg mit dem Anspiel Druck entwickelte, konnten die Bernerinnen phasenweise bedrängt werden. Das war aber leider nur während einer kurzen Phase im dritten Satz der Fall, wo Volley Toggenburg das Spiel bis zum Stande von 10:10 sogar ausgeglichen gestalten konnte. Dann aber ging der Köniz-Express wieder ab, und die Bernerinnen steuerten einem standesgemässen 3:0-Sieg entgegen.

Toggenburg zu unkonstant

Im Gegensatz zu den Bernerinnen, die sich ganz auf internationale Stars verlassen können, trat Volley Toggenburg an diesem Abend nur mit einer Ausländerin an. Der Vertrag mit Valeria Carlozzi wurde während der Weihnachtspause im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Die Diagonalspielerin wurde im Toggenburg leider nie ganz glücklich und konnte die in sie gesetzten Erwartungen nie über eine ganze Spieldauer erfüllen. Die Position von Carlozzi übernahm an diesem Abend gegen Köniz die erst 17jährige Terinieri. Damit standen bei Volley Toggenburg zwei Spielerinnen mit unter 20 Jahren immer auf dem Spielfeld. Ohne eine ausländische Angreiferin konnten die Aussenseiterinnen aus der Ostschweiz nicht ganz mithalten. Leider passierten Volley Toggenburg in allen drei Sätzen auch zu viele Eigenfehler im Aufbau. So war Köniz nie wirklich zu bedrängen. Nach 63 Minuten stand der klare Sieg von Köniz fest.

Kopf hoch

Volley Toggenburg steht zwar nach 12 Runden mit 0 Punkten klar abgeschlagen am Tabellenende. Doch einen Grund, den Kopf hängenzulassen, gibt es nicht. Immer wieder kämpfen sich die jungen Spielerinnen gegen die scheinbar übermächtigen Profispielerinnen ins Spiel zurück und zeigen, dass sie grosse Fortschritte machen. Die Verantwortlichen von Toggenburg sind ebenfalls nicht untätig und auf der Suche nach einer Ausländerin, die wirklich eine Verstärkung ist und dem Team die wichtige Stabilität geben kann. Falls das gelingt, sind die Chancen für Volley Toggenburg auf den Ligaerhalt absolut intakt: Nach der Qualifikationsrunde starten nach Mitte Februar die vorentscheidenden Playouts. Dort rechnen die Wattwilerinnen mit ausgeglicheneren Spielen und realistischen Chancen, um zu Punkten zu kommen. Auf dem Weg dazu muss das Team aber allgemein zu mehr Stabilität finden und das auch über eine ganze Spieldauer aufs Feld bringen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich Volley Toggenburg am 17. Januar im Auswärtsspiel gegen Sm'Aesch-Pfeffingen. (pd)

Matchprotokoll Volley Köniz – Volley Toggenburg 3:0 (25–14, 25–12, 25-16) Volley Toggenburg: Nora Terinieri, Leslie Betz, Miriam Reiser, Anja Lutz, Nina Lutz, Melanie Brogli, Marina Schneider, Sabina Kleger, Stephanie Zielinski. Coach: Marcel Erni. Volley Köniz: M. Ostrawska, . Y. Paz Hildalgo, N. Perez Cabrera, A. Schulz, M. Frankova, M. Nogueras, S. von Rooij, R. de Jesus Benedito, M. Kühner, P. Schauss, R. Acosta. Coach: Guillermo Gallardo Spieldauer: 63 Minuten (24, 19, 20) 180 Zuschauer, Schiedsrichter: Senad Dzankovic und Christina Fayé-Altenbach Nächstes Heimspiel NLA: Samstag, 24. Januar, 17.30 Uhr, Toggenburg 1 – VBC Cheseaux Rietstein-Turnhalle weitere Infos und Resultate unter www.volleytoggenburg.ch