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Königsweg hat ausgedient

Ausserrhoden «Jetzt beginnt der Ernst des Lebens», heisst es oft bei Eintritt in die Oberstufe. In vergleichsweise jungen Jahren muss man sich in der Schweiz für eine Berufsrichtung entscheiden. Das fällt nicht allen leicht, vom Kanton wird deshalb die Berufsberatung angeboten. Bis zum 25. Altersjahr sei diese kostenlos, gibt Barbara Guggenbühl, Leiterin der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Appenzell Ausserrhoden, Auskunft.

Es verblüffe sie immer wieder, wie gut Jugendliche die Berufswahl meistern würden. Aufgabe der Berufsberatung sei nicht die marktgerechte Zuweisung, zusammen mit den Jugendlichen deren Stärken und Interessen zu ergründen. Dies soll helfen herauszufinden, für welchen Beruf ein Schüler oder eine Schülerin am besten geeignet ist. Eine bedeutende Rolle spielen dabei die Eltern, sie seien im Appenzellerland die wichtigsten Ansprechpersonen der Schüler bezüglich Berufswahl. Die Berufsberatung bietet deshalb nicht nur Unterstützung für Jugendliche, sondern auch einen Berufswahlkurs für Eltern an. Des Weiteren werden Sprechstunden in den Schulen angeboten. Die Schüler haben die Möglichkeit, ein Kurzgespräch mit einem Berufsberater zu führen. Der Vorteil dieser ­Methode sei, dass man schnell ­merke, ob bei einem Schüler oder einer Schülerin Bedarf an einer ausführlichen Beratung bestehe. Erleichtert werden soll die Lehrstellensuche auch mit der neuen BIZ-App. Der Benutzer kann eingeben, in welchem Umkreis freie Lehrstellen angezeigt werden sollen. So kann man selbst entscheiden, wie weit der Arbeitsweg sein soll.

Lieber kaufmännisch als handwerklich

Hoher Beliebtheit in Ausserrhoden erfreuen sich vor allem kaufmännische Berufe sowie Lehren im Gesundheits- und Betreuungswesen. Immer begehrter werden neue Berufe im digitalen Design. Hingegen konnten vor allem handwerkliche Betriebe und das Baugewerbe in den letzten Jahren nicht alle Lehrstellen besetzen. Nach wie vor gibt es die typischen Männer- und Frauenberufe. Gut ein Fünftel der Schüler besucht anschliessend an die Oberstufe eine Mittelschule. «Meiner Meinung nach ist der Weg übers Gymnasium an eine Hochschule nicht mehr der Königsweg», sagt Guggenbühl. Im heutigen Bildungssystem gebe es mit der Berufsmatura, der Fachmittelschule und der Berufsfachschule Wirtschaft interessante Alternativen, eine Maturität zu erlangen. Mit dem neuen Bachelor-/Master-System sei die Studienwahl komplexer geworden, Gymnasiasten hätten oft Mühe damit. Deshalb haben die Studienberatung und die Kantonsschule Trogen ein neues Konzept für die Studienwahlvorbereitung erarbeitet. So werden die Gymnasiasten während der vier Ausbildungsjahre gezielt mit Inputs und Beratungsangeboten in ihren Studienwahlkompetenzen gefördert. Hoch im Kurs liegen vor allem die Studienrichtungen Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Interessant an diesen Studien­gängen sei, dass sich durch die sozialen Medien viele neue Berufsfenster geöffnet hätten. Auch Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sind im Trend. (ele)

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