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Könige von Hunden gerettet

An der Schweizer Meisterschaft für Lawinenhunde im Raum Lutertannen/Bumoos bleiben die einheimischen Mitfavoriten ohne Medaille. Hans Hartmann wird auf Rang fünf vor Armin Näf bestklassierter der Toggenburger.
Urs Huwyler
Für die letztjährige Zweite Franziska Walser beginnt die Schweizer Meisterschaft. (Bilder: Urs Huwyler)

Für die letztjährige Zweite Franziska Walser beginnt die Schweizer Meisterschaft. (Bilder: Urs Huwyler)

RIETBAD. Besser ging es für die Zwei- und Vierbeiner kaum. Ob Shuttle-Bus-Betrieb ab Parkplatz Rietbad, die Leistungen der 25 Finalisten, der stimmungsvolle Galaabend, die Atmosphäre an beiden Suchfeldern oder das traumhafte Wetter bei T-Shirt-Temperaturen, die nächsten Organisatoren werden es nicht einfach haben. «Wir konnten die SM bei perfekten äusseren Bedingungen durchführen. Dies erleichterte einiges», fasste OK-Präsident Gregor Näf das Wochenende zusammen. «Ich denke, wir haben die Erwartungen erfüllt.»

Selbst die Wetterobrigkeit schien die SM zuoberst auf der Liste zu führen und liess es in den Tagen zuvor nochmals 30 bis 40 Zentimeter schneien. Die vergrabenen Personen müssen mindestens 80 Zentimeter unter der weissen Pracht liegen. «Es klappte wirklich alles», lobten Teilnehmer und Beobachter die vereinigten Toggenburger/SC-OG-Speer-Hundesportler. Selbst der 35minütige Aufstieg ins Lawinengelände wurde wegen der Aussicht nicht nur für jene Schneeschuhwanderer, die das Suchfeld querten, zum Erlebnis.

Wenger und Sempach

Verschüttet wurden oberhalb Bumoos zwei Schwingerkönige. Sie stiegen von der Klubhütte in Lutertanne auf und kehrten zur angekündigten Zeit nicht zurück. Also machten sich die «Hündeler» auf die Suche. Bei der Schilderung der Ausgangslage nannte Richter Werner Omlin (Ebnat-Kappel) zwar keine Namen, aber Jörg Abderhalden und Nöldi Forrer hätten sich vor der Haustüre kaum von einer Lawine überraschen lassen. Gerüchte besagten, es handle sich um Kilian Wenger und Matthias Sempach. Auch der Eidgenosse Peter Oertig, dessen Frau Renate (OK-Aktuarin) mit Beechdale's Dashing Wheat Zehnte wurde, tippte auf die Berner. Irgendwie logisch, dass der Sieg an den Berner Walter von Allmen (Interlaken) mit seiner Deutscher-Schäfer-Hündin Orina von der Gletscherhöhle ging. Er wies nach der Grob- (200 Punkte) und Feinsuche (100) vier Punkte Vorsprung auf die Zürcher Titelverteidigerin Susanne Ommerli mit Manja von Diemberg auf. Zusammen mit Walter von Allmen startete die drittklassierte Bündnerin Brigitte Blumenthal ebenfalls am zweiten Wettkampftag. Es könne ein Vorteil sein, dass die von den Verschütteten nach aussen dringenden Gerüche mit zunehmender Dauer intensiver würden als zu Beginn und die Suche minimal erleichterten, erklärte Armin Näf.

Auf hohem Niveau

Der Schweizer Meister von 2006 und OK-Beisitzer wurde nach Rang fünf im Vorjahr mit (nicht nach einem) Grappa Sechster. Das Podest steuerten sie an, vier Zähler fehlten (282) zu Bronze. «Das Niveau war mit sechs Finalisten über 280 Punkten hoch», stellte Armin Näf fest. Die Anforderungen auch. Werner Omlin pflichtete der Einschätzung bei, während die Hunde scheinbar unbeteiligt die Sonne genossen.

Es gab Paare, die im Teamwork nicht beide Schwingerkönige innerhalb von 20 Minuten oder den Rucksack (Feinsuche) nach zehn Minuten fanden. Wobei es nicht nur um eine schnelle Zeit, sondern das Führen des selbständig suchenden Hundes geht. Die Übungsbesprechung findet jeweils vor versammeltem Publikum statt. Für Paare, die intensiv gesucht, aber nicht gefunden haben, kein Honigschlecken. «Das ist für uns normal. Die Zuhörer können so ebenfalls etwas lernen», liess Renate Oertig die Unwissenden wissen.

Fünf unter den Top 20

283 Punkte totalisierte Armin Näfs und Peter Oertigs HS-Toggenburg-Klubkollege Hans Hartmann an der Seite von Xara vom Fichtenhorst. Der Hundeführer und seine Partnerin waren die grosse Überraschung der königlichen Suche, schafften sie die Finalqualifikation doch relativ knapp (22.). Anders verlief die SM für die letztjährige Zweite Franziska Walser (19.). Sie klassierte sich einen Platz vor Simone Colpi. Mit fünf Mitgliedern unter den Top 20 vermochten die Toggenburger auch sportlich zu überzeugen. Ihnen gelang es, die für einmal im Schnee auf dem Rücken liegenden fremden Könige zu befreien.

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