Know-how aus dem Toggenburg

Vor 100 Jahren

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Vor 100 Jahren

14. Februar: Wattwil. Interessanter Transport, der mehrere Tage erforderte. Zwei mächtige Dampfkessel, geliefert von der Weltfirma Gebr. Sulzer in Winterthur, werden auf Rollen über die eiserne Brücke dem neuerbauten Kesselhause der Firma Heberlein & Co. zugeführt. Von den respektablen Dimensionen bekommt man erst den Begriff, wenn man die Ungeheuer in der Nähe besieht. Die Länge eines jeden beträgt mehr als 11 Meter, die Heizfläche 105 m2 mit 13 Atmosphären Nutzeffekt. Das Gewicht eines dieser Eisenkolosse stellt sich auf ca. 25 Tonnen. Die beiden Dampfkessel dürften die grössten im Toggenburg sein.

Vor 50 Jahren

17. Februar: Oberes Neckertal. An der Hauptversammlung der Wasserversorgungskorporation Brunnadern-Spreitenbach-Furt standen die Wasserabgabe an die Gemeinde St. Peterzell zur Diskussion und die allgemeine Einführung von Wasseruhren, eine wahrlich mit sehr fetten Brocken gespickte Traktandenliste. Der Wasserverbrauch pro Kopf der Bevölkerung ist hoch. Er widerlegt die Schikane: dass die Wasseruhr benützt werde, um das Wasser teurer zu verkaufen. Nur wenn man Uhren hat, kann festgestellt werden, wie gross die Wasserverluste sind. Teurer kommen nur diejenigen, die Wasser vergeuden, und diese sollen es doch zahlen. Von 250 Wasserkorporationen des Kantons St. Gallen hatten 1951 erst 50 Wasseruhren, heute sind es 50 Korporationen, die noch keine Wasseruhren installiert haben.

Vor 20 Jahren

16. Februar: Toggenburg. Mit der steigenden Schülerzahl wachsen laut Bildungsstatistik 1993 auch die Klassengrössen. Im Landesdurchschnitt sitzen momentan 19,4 Schülerinnen und Schüler in den Primarschulklassen und 18,4 in den Klassen der Sekundarstufe I. Das Toggenburg fällt diesbezüglich nicht aus dem Rahmen: Die Schulgemeinden Wattwil, Ebnat-Kappel, Lichtensteig und Bütschwil zeigen mit kleinen Ausnahmen einen ähnlichen Trend auf. Es besteht auch ein Mangel an Realschullehrern.

Vor 10 Jahren

13. Februar: Wattwil. In sieben Monaten soll im Flughafen Zürich das Airside-Center eröffnet werden. Der Innenausbau ist in vollem Gange. Am Werk sind auch zwölf Schreiner der Ulisbacher Firma Anderegg AG. Imposant ist sie, die neue Ankunfts- und Abflughalle. Allein der Bau dieser zwischen den Docks A und B liegenden 260 Meter langen Halle verschlingt eine Summe von 430 Mio. Franken. Und noch ein Nachtrag zur Anderegg'schen Holzdecke im erweiterten Shoppingcenter oberhalb des Bahnhofterminals: Diese Decke ist auf Initiative von Christian Anderegg statt aus kanadischem aus Schweizer Ahorn. Die dafür verwendeten Ahornbäume wurden im Gebiet der Kreuzegg auf Wattwiler Boden gefällt.