Knapp Überraschung verpasst

Kirchberg stemmt sich im Cup gegen Wängi gegen die drohende Niederlage, liegt sogar 2:1 in Führung, bevor sich der Oberklassige mit 4:2 durchsetzen kann.

Beat Lanzendorfer
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Lorenz Wyrsch (am Ball) war in der Offensive kaum zu bremsen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Lorenz Wyrsch (am Ball) war in der Offensive kaum zu bremsen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Drittligist Kirchberg verliert sein drittes Pflichtspiel in Folge, hat aber erneut gute Ansätze gezeigt und bewiesen, dass wenig zum ersten Erfolgserlebnis fehlt. Kirchberg-Trainer René «Wämsi» Bosshart brachte es nach den neunzig Minuten auf den Punkt: «Wir haben uns das Leben teilweise selber schwer gemacht. Die mehreren Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung wurden vom Gegner knallhart ausgenutzt. Die ersten zwei Gegentore waren Geschenke von uns. Nach der Pause bauten meine Spieler zwar etwas ab, die erste Halbzeit war aber aus meiner Sicht hervorragend.»

Die jungen Wilden

In der Zone zwischen den Strafräumen waren bei beiden Teams kaum Unterschiede feststellbar. Vor dem Tor tat sich die Kirchberger Offensive aber schwer. Die grösste Möglichkeit vergab dabei das Duo Bürge/Kuhn. Ersterer wurde nach 27 Minuten herrlich in die Tiefe geschickt, entschied sich dann aber zum Querpass, statt den Abschluss selber zu suchen. Wenig später der Führungstreffer auf der Gegenseite. Die Defensive brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Widmer sagte danke und hämmerte das Leder aus kurzer Distanz zum 0:1 in die Maschen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff Jubel auf Seiten der Einheimischen. Zuerst scheiterte Sallahu am stark reagierenden Meiler. Beim folgenden Eckball sah der Torhüter aber schlecht aus. Wyrsch profitierte und glich zum 1:1 aus.

Es kommt noch besser

90 Sekunden waren nach dem Pausentee gespielt, als die Kirchberger erneut jubelten. Brändle setzte aus halblinker Position zu einer Flanke an. Der Ball wurde lang und länger und landete zum Entsetzen von Meiler hinter der Linie – auch hier gab der Schlussmann keine glückliche Figur ab. Die Hoffnungen auf einen Cupcoup waren dann von kurzer Dauer. Nun kam die Zeit der Offensiv-Juwelen Pelusi und Musaj, die letztlich die Differenz ausmachten. Zuerst erzielte Pelusi den Ausgleich, dann gelang Musaj ein Doppelschlag, der die Kirchberger Niederlage definitiv besiegelte. Hier wurde deutlich: Statt den Ball einfach einmal aus der Gefahrenzone zu dreschen, versuchten sich einige Spieler in unnötigen Dribblings. Dies rächte sich mehrmals postwendend.

Matchtelegramm: FC Kirchberg – FC Wängi 2:4 (1:1) Sportplatz Sonnmatt – 120 Zuschauer – SR Simeon – Tore: 31. Widmer 0:1, 45. Wyrsch 1:1, 47. Brändle 2:1, 60. Pelusi 2:2, 72. Musaj 2:3, 76. Musaj 2:4. FC Kirchberg: Iten; Schweizer, Dal Molin, Rohner, Brändle; Wyrsch, Sewo (73. Kaderli), Kellenberger, Kuhn, Sallahu (68. Schefer); Bürge (84. Schönenberger). FC Wängi: Meiler, Ramada, Sandmeier, Germann, Fässler (85. Keller); De Carvalho (76. Holenstein), Musaj; Pelusi, Caprio (56. Bommer); Widmer, Burgermeister. Verwarnungen: 30. Dal Molin (Spielverzögerung), 50. Ramada, 66. De Carvalho, 76. Fässler, 87. Keller (alle Foul).