Knapp einen Satzgewinn verpasst

Volley Toggenburg musste sich nach harter Gegenwehr wie schon am Samstag gegen Franches-Montagnes tags darauf gegen Neuchâtel mit einer Niederlage abfinden. Speziell im zweiten Satz kamen die Toggenburgerinnen einem Satzgewinn sehr nahe. Der Kampf geht weiter.

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Volley Toggenburg bleibt ohne Sieg und empfängt am kommenden Wochenende das auf dem vorletzten Platz liegende Luzern. (Bild: pd)

Volley Toggenburg bleibt ohne Sieg und empfängt am kommenden Wochenende das auf dem vorletzten Platz liegende Luzern. (Bild: pd)

VOLLEYBALL. Im zweiten Spiel des letzten Wochenendes musste Volley Toggenburg schwierigen Gang nach Neuenburg antreten. Im zweiten Satz schien für Toggenburg alles aufzugehen. Doch agierten die jungen Toggenburgerinnen in der Schlussphase zu hektisch und vergaben eine gute Chance auf einen Satzgewinn. Neuenburg setzte sich im dritten Durchgang dann klar durch.

Starkes Neuenburg

Volley Toggenburg wusste um die Stärken des momentan zweitbesten Westschweizer Teams. Das ausgeglichene Kader wird vom ehemaligen Captain der Nationalmannschaft, Mandy Wigger, angeführt. Dazu kommen vier Ausländerinnen aus Brasilien, USA und Kanada. Mit dieser Qualität wäre alles andere als ein klarer 3:0-Heimerfolg eine grosse Überraschung. Vor allem, wenn man die gesundheitlichen Probleme und das knappe Kader von Volley Toggenburg mitberücksichtigt. Doch die Ostschweizerinnen sahen sich keinesfalls als Kanonenfutter. Im Gegenteil: Man wollte nach der guten Leistung vom Samstag gegen Franches-Montagnes endlich wieder einmal mindestens einen Teilerfolg verbuchen und wenigstens einen Satz gewinnen.

Im ersten Durchgang wurde dieses Vorhaben zu wenig konsequent umgesetzt. Das lag aber mehr an der starken Leistung des Heimteams. Neuenburg trat sehr gut eingestellt auf und liess kaum Punkte zu. Falls die Toggenburgerinnen einmal den starken Block überwinden konnten, so stand eine perfekt gestellte Verteidigung und hielt die unmöglichsten Bälle im Spiel. Volley Toggenburg kam nie zu einfachen Punkten und musste so den ersten Satz klar mit 14:25 abgeben.

Obwohl die Ostschweizerinnen nicht optimal in die Partie gestartet waren, liessen sie die Köpfe nicht hängen. Im zweiten Satz gelang es dem Team, den Ausgang lange Zeit offenzuhalten. Völlig überraschend ging Volley Toggenburg mit 18:14 in Führung. Neuenburg liess sich das nicht gefallen und startete zu einer erfolgreichen Aufholjagd. Trotzdem kamen die Wattwilerinnen beim Stande von 24:23 zu einem ersten Satzball, den Neuenburg mit der ganzen Routine abwehren konnte. In der entscheidenden Phase suchten die jungen Toggenburgerinnen zu stark das Risiko und begingen vor allem am Service zu viele direkte Fehler. Wenn sie hier etwas cooler reagiert hätte, wäre die Entscheidung im zweiten Satz wahrscheinlich zu Gunsten von Volley Toggenburg ausgefallen. Mit der zu ungestümen Spielweise stand sich das Team aber einem möglichen Teilerfolg selber im Weg. Denkbar knapp ging der zweite Durchgang mit 27:25 an das Heimteam. Toggenburg schien dieser Satzverlust weiter zu beschäftigen: Zu unkonzentriert startete man in den dritten Satz und liess Neuenburg sofort davonziehen. Wie im ersten Durchgang rief das Heimteam eine abgeklärte Leistung ab und gab sich keine Blösse mehr. So ging auch der dritte Satz klar an die Favoritinnen.

Luzern kommt

Volley Toggenburg zeigte auch an diesem Wochenende in der Doppelrunde eine ansprechende Leistung, auch wenn es nicht zu einem Satzgewinn reichte. Am kommenden Samstag steht nun das Spiel gegen Tabellennachbar FC Luzern an. Die Innerschweizerinnen liegen mit nur vier Punkten knapp vor Volley Toggenburg. Im Januar hat man das Team gezielt auf der Aussenangriffsposition mit einer Brasilianerin verstärkt. Trotzdem rechnen sich die Toggenburgerinnen in diesem letzten Spiel der Qualifikationsrunde Chancen aus. Falls das Team über die ganze Spieldauer sein Potenzial abrufen kann, so liegt ein Erfolg im Bereich des Möglichen. (pd)

Matchprotokoll: Sagres Neuchâtel UC – Volley Toggenburg 3:0 (25:14, 27:25, 25:13). Volley Toggenburg: Miriam Reiser, Leslie Betz, Stephanie Zielinsky, Patricia Humbel, Anja Lutz, Marina Schneider, Sabina Kleger, Nora Terinieri, Melanie Brogli, Nina Lutz. Coach: Marcel Erni. Sagres NUC: L. Da Silva, M. Bulliard, M. Halter, S. Girard, M. Field, D. Boketsu, M. Wigger, M. Cyr, K. Luft, L. Girolami, K. Henriksen, F. Fabien. Coach: Luiz Souza. Spieldauer: 72 Minuten (22, 30, 20). Schiedsrichter: Christina Faye-Altenbach und Jean-Arthur Loretan. Resultate: Neuchâtel – Volley Toggenburg 3:0. Kanti Schaffhausen – VBC Cheseaux 3:1. Luzern – Voléro Zürich 0:3. Sm'Aesch Pfeffingen – Volley Düdingen 3:1. Volley Köniz – Franches-Montagnes 3:1. VBC Cheseaux – Luzern 3:1. Volley Toggenburg – Franches-Montagnes 0:3. Sm'Aesch Pfeffingen – Kanti Schaffhausen 3:0. Volley Düdingen – Voléro Zürich 0:3. Neuchâtel – Volley Köniz 0:3. Sm'Aesch Pfeffingen – Luzern 3:0. Rangliste: 1. Voléro Zürich 17/51. 2. Volley Köniz 17/42. 3. Sm'Aesch Pfeffingen 17/30. 4. Franches-Montagnes 16/28. 5. Neuchâtel 17/28. 6. Kanti Schaffhausen 17/25. 7. Volley Düdingen 16/22. 8. Cheseaux 17/22. 9. Luzern 17/4. 10. Volley Toggenburg 17/0. Nächste Spiele: Mittwoch, 4. Februar (20.00) Franches-Montagnes – Volley Düdingen. Samstag, 7. Februar Volley Düdingen – Volley Köniz (16.30). Franches Montagnes – Kanti Schaffhausen (17.30). VBC Cheseaux – Neuchâtel (17.30). Volley Toggenburg – Luzern (17.30). Voléro Zürich – Sm'Aesch Pfeffingen (19.30).

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