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Klosterapotheke Jakobsbad: Verkaufsladen und Anlaufstelle zugleich

Weitum bekannt ist sie: Die Klosterapotheke des Kapuzinerinnenklosters Leiden Christi in Jakobsbad. Dort gibt es nicht nur Salben gegen Venenbeschwerden, sondern auch offene Ohren in schweren Zeiten.
Markus Fässler
Das Team der Klosterapotheke: (v.l.) Schwester Dorothea, Monika Signer, Maria Signer und Schwester Andrea. Auf dem Bild fehlt Lucia Meier. (Bild: Markus Fässler)

Das Team der Klosterapotheke: (v.l.) Schwester Dorothea, Monika Signer, Maria Signer und Schwester Andrea. Auf dem Bild fehlt Lucia Meier. (Bild: Markus Fässler)

Jakobsbad. Fein säuberlich sind die verschiedenen Produkte in der Klosterapotheke aufgereiht. Linker Hand stehen die Ablagen mit dem berühmten Angelika-Likör, der Hausspezialität schlechthin. Das Rezept des Likörs, der gegen Magenverstimmungen nach dem Genuss von kalten oder unbekömmlichen Speisen Abhilfe bietet, wurde seit der Gründung der Klosterapotheke vor über 100 Jahren nie geändert.

Anders verhält es sich mit Produkten wie Salben, Tee, Punsch oder der eigenen Kosmetiklinie. Bei diesen wurde nicht nur die Angebotspalette über die Jahre hinweg auf Kundenwünsche angepasst, sondern auch die Rezeptur auf den neusten wissenschaftlichen Stand gebracht. Als Berater steht den Angestellten der Klosterapotheke Alfred Wild, der eine Apotheke in Appenzell führt, zur Seite. Vor einem Jahr wurde der Klosterladen komplett umgebaut. Ein Vorteil davon ist, dass die religiösen Gegenstände, nach denen ebenfalls eine grosse Nachfrage besteht, auch ausgestellt werden können.

Apotheke als Anlaufstelle

Leiterin der Klosterapotheke ist seit über dreissig Jahren Schwester Dorothea. Die gelernte Köchin übernahm nach dem frühen Tod der damaligen Apothekenleiterin die Aufgabe. Ebenfalls zum Team gehören Schwester Andrea und die Angestellten Maria und Monika Signer sowie Lucia Meier.

Kunden strömen von nah und fern ins Kapuzinerinnenkloster. Aber auch Menschen, die Hilfe in schweren Lebensphasen benötigen, suchen die acht Schwestern des Ordens auf. «Die Apotheke ist auch eine Anlaufstelle für Sorgen, Leiden und Nöte. Vielfach sind die Leute einfach froh, wenn ihnen jemand zuhört», sagt Schwester Dorothea. Dabei gebe es immer wieder Schicksale, die einem nahe gehen. «Wir schliessen alle in unser Gebet ein und legen die Aufgabe in Gottes Hände.»

Ideen kommen in der Kirche

Die Gründerin des Kapuzinerinnenklosters stammt ursprünglich aus dem Kloster Wonnenstein. Als das Kloster in Jakobsbad um 1900 selbständig wurde, begannen die Schwestern mit der Produktion für die Klosterapotheke. Der grösste Teil der angebotenen Waren werden dabei in Eigenproduktion hergestellt.

Und woher kommen die neuen Produkteideen für das Apothekensortiment? «Meistens fallen sie mir in der Kirche ein», sagt Schwester Dorothea und lacht.

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