Klimaschutz per Handerheben

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema. Und nachhaltig war die Brosmete, in der ich letztes Jahr über die 1. Klimalandsgemeinde in Winterthur berichtete.

Christian Jossi
Merken
Drucken
Teilen
Bild: Christian Jossi

Bild: Christian Jossi

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema. Und nachhaltig war die Brosmete, in der ich letztes Jahr über die 1. Klimalandsgemeinde in Winterthur berichtete. Das Appenzeller Jodelchörli Winterthur meldete sich nämlich umgehend bei Daniel Lüscher von der verantwortlichen Klimaschutzorganisation myblueplanet – in der Hoffnung auf ein Neumitglied. Wenn sie wüssten, wie er singe, würden sie ihn das nicht fragen, meinte er. Eine Kooperation kam dennoch zustande. Das Chörli eröffnete nämlich letzten Samstag die 2. Klimalandsgemeinde und gab vor der Stadtkirche der Grossstadt das Landsgemeindelied zum besten. Die auf dem Platz Anwesenden konnten per Handzeichen bestimmen, welche der zuvor eingereichten Klimaschutz-Projekte mit einem Preisgeld gefördert werden sollten. Die meisten Stimmen erhielt der Verein Läbesruum mit der Idee eines Recycling-Abos. Abonnenten können Recyclingware aller Art von Teilnehmern des Beschäftigungsprogramms abholen und zur Sammelstelle bringen lassen. Der zweite Preis ging an das Projekt «Klimabiss», mit dem die Betreiber der Coalmine-Bar für das Thema Klimaschutz beim Essen sensibilisieren wollen. Den dritten Rang erzielte ein Projekt, das sich für nachhaltig produzierte Designobjekte einsetzen will. Übergeben wurden die Preise von der amtierenden Miss Earth Schweiz, Djoa Strassburg. Eröffnet hatte den Anlass die für die Umwelt zuständige Stadträtin Barbara Günthard-Maier. Weitere Prominente vor Ort waren ihre Amtskollegin Yvonne Beutler, Stadtratskandidat Beat Meier, Parlamentspräsidentin Christa Benz und Nationalrätin Maja Ingold. Im Jodelchörli entdeckten sie mit Roland Peter einen Viertelappenzeller mit grossmütterlichen Wurzeln in Urnäsch, in jungen Jahren Mitglied des Stadtparlaments und heute Geschäftsführer der WWF-Sektion Bodensee/Thurgau. Am Rand der Veranstaltung war ein Stadtpolizist in Zivil zu beobachten. Es handelte sich um Marco Guanziroli, dessen Hund vor zwei Monaten Schlagzeilen gemacht hatte. Der Springer-Spaniel «Junior van de Engelse» ist der erste Spürhund, der nach Geldnoten schnüffeln kann. Sein Herrchen war im Jahr 2000 bei der «Expedition Robinson» dabei, die auf dem Privatsender TV3 ausgestrahlt wurde. Auf der Insel Tengah im Südchinesischen Meer schickte der Inselrat in jeder Sendung einen der Teilnehmer nach Hause.