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Klimawandel, Klimaschutz, Klimagerechtigkeit: Appenzeller Politiker und Jugendliche diskutieren übers Klima

Nicht nur Politiker, sondern auch Innerrhoder Jugendliche befassen sich zunehmend mit dem Klimaschutz. Bei der Veranstaltung «Appenzell diskutiert» haben sie über die Auswirkungen des Klimawandels und die nötigen Massnahmen informiert.
Natascha Arsic
Die acht Referenten an der Veranstaltung «Appenzell diskutiert»: Bernhard Wälti, Martin Pfister, Roger Nordmann, Roman Heeb, Fabian Ulmann, Dominic Tobler, Tamara Kalt und Chantal Breitenmoser. (Bild: Natascha Arsic)

Die acht Referenten an der Veranstaltung «Appenzell diskutiert»: Bernhard Wälti, Martin Pfister, Roger Nordmann, Roman Heeb, Fabian Ulmann, Dominic Tobler, Tamara Kalt und Chantal Breitenmoser. (Bild: Natascha Arsic)

«Es muss eine Umstellung stattfinden: auf ressourcenschonende Produktionen, elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge und erneuerbare Energien», fordert die Klimajugend Appenzell. Tamara Kalt und Chantal Breitenmoser von der Klimagruppe AI sowie Dominic Tobler vom Klimakollektiv AR sind drei von acht Referenten an der Veranstaltung «Appenzell diskutiert», die am Dienstagabend im Gymnasium St.Antonius unter dem Motto «Klimaschutz konkret» stand. Die Jugendlichen erklären den Zuhörern, welche Auswirkung der Klimawandel hat. Breitenmoser sagt:

«Würde die ganze Weltbevölkerung so leben wie ein durchschnittlicher Schweizer, bräuchten wir 2,8-mal die ganze Welt.»

Um auch die Innerrhoder Bevölkerung auf die Klimakrise aufmerksam zu machen, organisieren Tamara Kalt und Chantal Breitenmoser nächstes Wochenende die erste Appenzeller Klimademonstration. «Wir haben stets die Demos in den anderen Städten mitverfolgt und diesen Sommer dann entschieden, dass wir es auch wagen», so Breitenmoser. Die beiden organisieren die Kundgebung alleine über Whatsapp und Instagram. «Wir hoffen auf etwa 50 Teilnehmende. Eingeladen sind alle – Jung und Alt.»

«Wir bestimmen die Einflüsse auf die Welt»

Nebst der Klimajugend Appenzell haben Fabian Ulmann und Roman Heeb vom Verein «Jugend Pro Windrad Oberegg» die Anliegen der jüngeren Generation vertreten. Sie setzen sich für einheimische Windenergie ein, um die Abhängigkeit von importierter Energie zu vermindern.

«Beim Klimaschutz geht es für mich darum, was wir in Zukunft mit Mensch und Tier machen. Wir bestimmen die Einflüsse auf die Umwelt und wir müssen die Welt so schützen, dass wir in Zukunft noch in ihr leben können», so Heeb. Mit dem Verein wollen sie Personen zum Thema Windenergie sensibilisieren. «Wir haben mit vielen Falschinformationen zu kämpfen und wollen aufzeigen, was stimmt und was nicht», sagt Ulmann.

Es muss sich etwas ändern – hier und jetzt. Darüber sind sich die Anwesenden einig. «Appenzell diskutiert» wurde von SP-Parteipräsident Martin Pfister ins Leben gerufen. Auch er will von Erdöl, Erdgas und Uran wegkommen und stattdessen auf einheimische Wasserkraft, Solarenergie und Windenergie setzen. Pfister sagt:

«Anstatt Geld für den Import auszugeben, soll die Energieversorgung in der Schweiz umgebaut werden.»

Investition in die Zukunft des Planeten

«Die Treibhausgasemissionen der Schweiz stammen zu 80 Prozent aus fossilen Energien», so SP-Nationalrat und Fraktionschef Roger Nordmann. Um das zu ändern, hat die SP einen Klimamarshallplan ausgearbeitet.

«Die Politik muss ihre Verantwortung wahrnehmen und die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.»

Es brauche aber auch den Einsatz der privaten Unternehmen und Bürger. Was Einzelpersonen im Haushalt tun können, erklärt Bernhard Wälti, Vorstandsmitglied der «Appenzeller Energie». «Den Strom selbst zu produzieren, wäre die günstigste Variante, beispielsweise mit der Installierung von Solarpanels», sagt er.

Wälti ist der Meinung, dass innerhalb der Gemeinden bei Zonen- und Gestaltungsplänen Paragraphen für die Förderung von erneuerbarer Energie von Anfang an miteinbezogen werden müssten. «Geld in erneuerbare Energie zu investieren lohnt sich, denn es ist eine Investition in die Zukunft unseres Planeten.»

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