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KLEINKUNST: «Für mich ist ein Traum wahr geworden»

Die Präsidentin des Vereins Kultur in Mogelsberg zieht eine positive Bilanz der 32. Saison des Kleinkunstveranstalters. Ein Höhepunkt war das Konzert von Züri West in Mogelsberg.
Michael Hug
Oleg (Tell, links) und Gilbert (Gessler, rechts) sind sich uneins bei der Apfelschussszene (Bilder: Michael Hug)

Oleg (Tell, links) und Gilbert (Gessler, rechts) sind sich uneins bei der Apfelschussszene (Bilder: Michael Hug)

Michael Hug

redaktion@toggenburgmedien.ch

Der Verein Kultur in Mogels­- berg (KiM) hat am Samstag seine 32. Saison abgeschlossen. Der als Pionier der Schweizer Kleintheaterszene geltende Verein schafft es jedes Jahr, ein zwischen Arriviertem und Experimen­tellem ausgeglichenes Kultur­programm auf die Beine zu stellen. In der nun abgelaufenen Saison gelang ihm mit der Verpflichtung von Züri West ein ganz besonderer Höhepunkt. Noch bevor die Berner zurzeit an fast jeder Hausecke und jedem Open Air in der Ostschweiz auftreten, spielten sie überraschend und exklusiv vor 125 Zuschauenden im «Rössli»-Saal in Mogelsberg. Das Toggenburger Tagblatt sprach mit Katharina Keller, seit zwölf Jahren Präsidentin des KiM.

Frau Keller, sind Sie mit der 32. Saison des KiM zufrieden?

Ja, wir sind sehr zufrieden mit der Saison. Wenn man eine Supergruppe wie Züri West, die ja sonst eigentlich vor viel grösserem Publikum spielt, nach Mogelsberg holen kann und das Konzert ein riesiger Erfolg wird, muss man zufrieden sein.

Züri West waren das Saison-Highlight. Was hat es für den Verein, für Sie selbst bedeutet?

Für mich selbst ist ein grosser Traum wahr geworden. Es war ein grossartiges Konzert! Unsere Co-Programmchefin Elfie Wälly hat beinahe ein Jahr mit der Band verhandelt und es dann tatsächlich fertiggebracht. Für KiM ist es auch ein Erfolg, dass an einem so kleinen Ort diese Band aufgetreten ist – hautnah und ohne Starallüren. Es sind sehr sympathische Musiker.

Können Sie schon etwas über die neue Saison sagen?

Zum Auftakt im August kommt Bettina Castaño mit ihrem neuen Soloprogramm «Danzas Flamencas», dann im Oktober der ­«Bassismist» Dani Ziegler, im November Nadja Räss mit Outi Pulkkinen und Mariana Sadovska. Da sind wir ganz besonders gespannt, denn dieses Trio kennt man schon ein wenig, vor allem im Obertoggenburg. Die Schweizerin, die Finnin und die Ukrainerin werden ihr Programm ­«Naturstimmen» vorstellen. Anfangs Dezember gibt es ein interkulturelles Highlight, dann singen die Voices of Africa zusammen mit dem Engelchörli aus Appenzell, nicht im «Rössli»-Saal, sondern in der Kirche gegenüber.

Ist das Interesse für Kleinkultur auf dem Land immer noch ungebrochen?

2016 besuchten 1365 Personen unsere Kulturanlässe. Davon buchten 313 ein Kulturarrangement im Gasthof Rössli. Durchschnittlich wurden die Anlässe also von 97 Personen besucht. Das ist eine Auslastung von 88 Prozent, wir betrachten das als Beweis für das nach wie vor ungebrochene Interesse für Kleinkultur auf dem Land.

Können Sie mit dem relativ kleinen Saal im «Rössli» in Mogelsberg und damit verbunden den Ticketeinnahmen die stets steigenden Gagen der Künstler noch bezahlen?

Dank den Fördergeldern von Kanton, Kultur Toggenburg, Pro Helvetia und den Eintritten ist es uns möglich, die Gagen zu bezahlen. Wir müssen das Programm aber gut abstimmen, damit es so funktioniert.

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