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WandelBar bietet dem Projekt Klassenmusizieren eine Plattform

Die WandelBar macht Halt in der Musikschule Herisau. Der Musikschulleiter stellt das Projekt «Klassenmusizieren» vor. Diskutiert wird, ob Musik schlau macht.
Salome Bartolomeoli
Herisauer Drittklässler musizieren nach einem Jahr Streichunterricht fast wie Profis. (Bild: PD)

Herisauer Drittklässler musizieren nach einem Jahr Streichunterricht fast wie Profis. (Bild: PD)

Herisauer Drittklässler bringen Saiten zum Klingen. Auf Einladung der WandelBar, stellte Musikschulleiter Andreas Koller am Mittwochabend in der Musikschule Herisau das Projekt «Klassenmusizieren» vor.

Musik als Gemeinschaftserlebnis

Seit vergangenem Sommer sind die Schüler an dem Pilotprojekt beteiligt. Nun erstaunten sie mit ihrer musikalischen Leistung sowie grosser Begeisterung an der Vertonung ihrer selbst geschriebenen Geschichte. Die Idee hinter «Klassenmusizieren» ist es, Musik als gemeinschaftsbildend und integrierend zu erleben, meint Koller. Vor zehn Jahren wurde das Projekt in ähnlichem Rahmen mit Fünft-und Sechstklässlern durchgeführt. Nun soll das musikalische Grundwissen des Musikunterrichts in der ersten und zweiten Klasse bei jüngeren Kindern und vor allem möglichst anschliessend vertieft werden.

Geigen und Celli für alle Schüler

Die Drittklässler werden von der Cello-Lehrerin Lorena Dorizzi zwei Mal die Woche unterrichtet. Dafür wird jedem Schüler eine Geige oder ein Cello zur Verfügung gestellt. Im Vordergrund steht das «machen». Die Kinder sollen ein Gefühl für die Musik und ihr Instrument bekommen. Die korrekte Haltung des Bogens, der richtige Umgang mit dem Instrument und das Auf- und Abbauen eines Notenständers müssen gelernt sein. Andreas Koller spricht nicht mehr von üben. «Die Kinder sollen einfach ausprobieren und mit ihrem Instrument spielen», so der Musikschulleiter. Das Pilotprojekt bedeutet nicht Einzelunterricht, sondern musizieren in der Gruppe. «Wir wollen keine Profimusiker hervorbringen sondern eine Vielzahl Musizierende», sagt Koller. Die Begeisterung für das Projekt ist ihm anzusehen: «Alle sollen einmal die Möglichkeit gehabt haben, ein Instrument zu spielen.» Bezeichnend dafür ist der Klassenlehrer. Er ist in das Projekt eingebunden und spielt inmitten seiner Schüler Cello. «Klassenmusizieren» wird in einer weiteren Herisauer dritten Klasse durchgeführt. Während eines Jahres musizieren jene Schüler auf Blasinstrumenten. Erfreulich sei es natürlich, wenn einige nach Abschluss des Projekts mit der Musik weiter machen, sagt Koller.

Neurologe und Musikschulleiter diskutieren

Anschliessend an eine kurze Pause, in der die WandelBar Getränke und Snaks zur Verpflegung anbot, folgte der Vortrag von Neurologe Martin Rutz. Mit viel Engagement berichtete er über erforschte Auswirkungen der Musik auf die Sensomotorik, Kognition sowie die Emotionen von Musizierenden und Zuhörenden. Zusammen mit Andreas Koller diskutierte er die provokative Parole «Musik macht schlau» und den Mozart-Effekt. Rutz sagt: «Auch wenn das Erlernen eines Musikinstruments nicht heisst, dass man die Matheprüfung besteht, steigert Musizieren das Lebensgefühl und kann sich positiv auf Bereiche auswirken, die förderlich fürs Lernen sind.»

Hinweis

Die nächste Wandelbar findet am 8. September statt.

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