Klare Bekennung zu den Wurzeln

Zur Diskussion um den Standort der Kantonsschule

Nicolas Gähwiler, Junge Cvp Toggenburg
Merken
Drucken
Teilen

Über den Standort der Kantonsschule Wattwil gab es in letzter Zeit vermehrt Diskussionen, obwohl diese aus Sicht der Jungen CVP Toggenburg überflüssig zu führen sind. Seit der Gründung in den 70er-Jahren ist die Kantonsschule Wattwil zur grössten Landmittelschule des Kantons St. Gallen aufgestiegen. Dies widerspiegelt die Tatsache, dass man sich bei der Festlegung des Standortes Wattwil in den 60er-Jahren etwas überlegt hat. An diesen Strukturen zu rütteln, wäre falsch und nicht tragbar. Mit einem Neubau in der Region Linth würde eine strukturschwache Region wie das Toggenburg noch weiter geschwächt werden. Ist das wirklich das angestrebte Ziel von der ganzen Angelegenheit?

Die Kantonsschule ist seit der Eröffnung in der Bevölkerung sehr stark verankert (auch kulturell), was die verschiedenen Organisationen wie das Jugendorchester «il mosaico» oder die Forschungsgruppe academia ausdrücken. Solche gesellschaftliche Errungenschaften werden durch solche Klientelpolitik leider zunichte gemacht, wogegen sich die Junge CVP Toggenburg wehrt. Gleichzeitig ist das Dorf Wattwil ein Verkehrsknotenpunkt für das gesamte Toggenburg. Es wurde ein modernisierter Bahnhof inklusive Infrastruktur konzipiert und aufgebaut, bei welchem die Züge im Halbstundentakt ein- und ausfahren.

Dank dieser modernen Infrastruktur ist die Anreise nach Wattwil von diversen Standorten her im tragbaren Rahmen von knapp 30 Minuten zu erreichen. Ein Schüler aus Kaltbrunn hat mit dem Zug nach Wattwil 6 Minuten, von Uznach sind es 10 Minuten, von Rapperswil sind es 29 Minuten (Quelle SBB). Was daran ein Problem sein soll, ist in unseren Augen ein Rätsel!

Ein generelles Argument (Präambel der Bundesverfassung) lautet: im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihrer Vielfalt in der Einheit zu leben, im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen!

Ich denke, die Antwort zu diesem Text kann sich jeder selbst geben. Wenn man beginnt, an solchen wichtigen Prinzipien zu «sägen», gefährdet dies die Solidarität zwischen den Regionen.