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KLANGHAUS: Mehr Engagement gefordert

Die Initianten des Klanghauses am Schwendisee haben einen zweiten Anlauf zur Realisierung unternommen. Politiker aus anderen Regionen sagen, was die Erfolgsaussichten des Projekts erhöht.
Martin Knoepfel
Architekturmodell des geplanten Klanghauses am Schwendisee. (Bild: Martin Knoepfel (1. Dezember 2015))

Architekturmodell des geplanten Klanghauses am Schwendisee. (Bild: Martin Knoepfel (1. Dezember 2015))

Martin Knoepfel

Der Kredit für das Klanghaus in Wildhaus-Alt St. Johann ist 2016 im Kantonsrat gescheitert (siehe Kasten unten rechts). Die Unterstützer des Projekts geben aber nicht auf. Was braucht es, damit der neue Versuch nicht mit Misstönen endet?

Das «Toggenburger Tagblatt» befragte Vertreter der grossen Parteien, die nicht aus dem Toggenburg kommen. Übereinstimmung über die Parteigrenzen gab es in der Forderung, dass das Toggenburg fürs Klanghaus mehr Eigenleistungen als bisher vorgesehen erbringen solle, vor allem bei den Betriebskosten.

«Das Nein des Parlaments muss akzeptiert werden»

Michael Götte (Tübach) ist Präsident der SVP-Fraktion im Kantonsrat. Er steht hinter der Medienmitteilung der SVP Toggenburg vom Januar dieses Jahres. Darin wird unter anderem gefordert, das Projekt Klanghaus im Hinblick auf eine bessere Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit zu überarbeiten und den Standort zu überprüfen.

Weiter verlangt die Partei, dass kantonale Unterstützung nur aus dem Lotteriefonds kommt. Sehr wichtig ist für Michael Götte, dass sich das ganze Tal, nicht nur die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann, hinter das Klanghaus stellt. «Vielleicht nicht gerade bis nach Wil hinab», fügt er an. Dies vor dem Hintergrund, dass St. Gallen einen Rückstand beim Unterhalt der kantonalen Immobilien aufzuholen habe und dass die Sanierung des Theaters bevorstehe.

Das Nein des Parlaments zum Klanghaus müsse akzeptiert werden, sagt der Präsident der SVP-Fraktion. «Sehr störend» sei, dass das Klanghaus im Aufgaben- und Finanzplan als priorisiertes Projekt auftauchte. «Wenn schon, hätte es zu den nichtpriorisierten Projekten gehört. Es ist aber klar, dass das Nein nicht ‹für Lebzeiten› gilt», sagt Michael Götte, «auch wegen der Art, wie es zu Stande kam.»

«Schwendisee ist ein Superstandort»

«Ich halte das Projekt für gut und sinnvoll», sagt der Präsident der SP-Kantonalpartei, Max Lemmenmeier (St. Gallen). Er ist zuversichtlich, dass der Kredit in einer Volksabstimmung gute Chancen hat. Das Klanghaus bringe neue Impulse für das Toggenburg. Zudem stelle es eine Chance dar, das Toggenburg bekannter zu machen. Das sei dringend nötig, da die Region sich weiterhin entleere und da der Klimawandel sie vor neue Herausforderungen stelle. Nichts abgewinnen kann der SP-Präsident einer Standortdiskussion. «Der Schwendisee ist ein Superstandort. Ich sehe keinen anderen», sagt er, wobei er anfügt, dass das seine persönliche Meinung sei.

Ohne sich auf Zahlen festzulegen, nennt Max Lemmenmeier mehr Eigenleistungen des Toggenburgs oder die Gewinnung weiterer Sponsoren als günstig für die Realisierung. «Entscheidend ist, ob der Wille der Gemeinde und privater Sponsoren sichtbar ist.» Mehr Support fürs Klanghaus wünscht sich der SP-Präsident besonders von den Exponenten der Toggenburger SVP. Die Initianten des Projekts machten ihre Sache sehr gut, sagt er.

«Es braucht breite Zu­stimmung im Kantonsrat»

Man müsse Lobbyarbeit bei den Unentschlossenen betreiben. «Im Kantonsrat gab es im Prinzip eine Mehrheit, aber das absolute Mehr wurde nicht erreicht», sagt CVP-Kantonalpräsident Patrick Dürr (Widnau). Am Schluss müsse man die Volksabstimmung gewinnen. «Das ist wahrscheinlich der schwierigere Teil. Es braucht eine breite Mehrheit im Kantonsrat.» Wichtig ist für Dürr, die Betriebskosten des Klanghauses zu optimieren. «Die Region muss nicht alles übernehmen, aber die Region sollte etwas mehr beitragen.» Wichtig sei, dass man zusätzliche Gelder von privater Seite auftreibe, um den Kantonsanteil an den Baukosten zu senken. Der Bau sei etwas Einzigartiges, aber das bedeute, dass ein Kostenrisiko bestehe, sagt der CVP-Präsident. Das gleiche Projekt wie 2016 nochmals vorzulegen, sei nicht sinnvoll. Zur Standortfrage könne er sich nicht äussern, da er nicht Mitglied der vorberatenden Kommission gewesen sei.

Beat Tinner, Fraktionschef der FDP im Kantonsrat, nahm keine Stellung. Er halte sich mit Ratschlägen zurück, schrieb er.

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