Klanghaus aus einheimischem Holz

Gemäss dem vorliegenden Bauprojekt soll das Klanghaus Toggenburg mit seinen verschiedenen Klangräumen ein begehbares Musikinstrument werden. Die Instrumente, die zum Beispiel in einer Streichmusik zum Einsatz kommen, werden aus Klangholz gebaut.

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Gemäss dem vorliegenden Bauprojekt soll das Klanghaus Toggenburg mit seinen verschiedenen Klangräumen ein begehbares Musikinstrument werden. Die Instrumente, die zum Beispiel in einer Streichmusik zum Einsatz kommen, werden aus Klangholz gebaut.

Als damaliger Präsident der IG Holz Toggenburg habe ich die Initianten des Klanghauses und die zuständigen kantonalen Stellen schon sehr früh darauf aufmerksam gemacht, dass die beiden Klanghölzer Fichte und Ahorn, die für den Bau von Holzinstrumenten verwendet werden, im Toggenburg in genügender Menge und der erforderlichen Qualität vorhanden sind. Gemäss dem Antrag der Regierung an den Kantonsrat ist nun das Klanghaus als integrale Holzkonstruktion geplant, dessen Rohmaterial in den Toggenburger Wäldern geschlagen werden soll.

Die vielen geschützten Objekte sind ein Beweis dafür, dass der Holzbau im Toggenburg eine sehr lange Tradition hat. Erfreulicherweise wurden auch in jüngster Zeit verschiedene eindrückliche moderne Holzbauten erstellt, wie zum Beispiel die Markthalle in Wattwil und das Gipfelrestaurant auf dem Chäserrugg. Die einheimische Wald- und Holzwirtschaft hat dabei bewiesen, dass sie in der Lage ist, solche anspruchsvollen Bauten fachgerecht zu erstellen. Die Fläche des Toggenburgs ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt, der gegenwärtig aus finanziellen Gründen nur beschränkt bewirtschaftet werden kann. Es ist deshalb wichtig, dass jede Gelegenheit genutzt wird, um Werbung für unseren einheimischen nachwachsenden Rohstoff Holz zu machen.

Das Projekt Klanghaus Toggenburg kommt nach einer recht langen Planungszeit in die entscheidende Phase. In der kommenden Novembersession wird die Vorlage im Kantonsrat in erster Lesung beraten und im nächsten Jahr kann das St. Galler Volk darüber abstimmen. Ich rufe unsere Kantonsrätinnen und Kantonsräte auf, sich geschlossen für das Klanghaus zu engagieren und damit ein positives Zeichen für unsere Region zu setzen. Denn nur eine einheitliche Toggenburger Stimme kann die Zweifler im Kantonsrat vom Projekt überzeugen. Im Hinblick auf die Volksabstimmung ist es nämlich sehr wichtig, dass der Antrag der Regierung, auf den Kantonsratsbeschluss über den Bau des Klanghauses Toggenburg einzutreten, mit grossem Mehr angenommen wird.

Adolf Fäh, alt Kantonsrat, Hofstettenstrasse 11,

9125 Brunnadern