Klänge und Geräusche erleben

Am 23. Januar öffnet um 18 Uhr in der Klangschmiede Alt St. Johann die neue Ausstellung zum Thema «Klingender Alltag».

Drucken
Teilen
Arno Oehri spürt den Klängen und Geräuschen nach. (Bild: pd)

Arno Oehri spürt den Klängen und Geräuschen nach. (Bild: pd)

ALT ST. JOHANN. Die Ausstellung «Klingender Alltag» ist in Zusammenarbeit mit dem Liechtensteiner Multimediakünstler Arno Oehri entstanden und spürt den Klängen und Geräuschen von Stadt, Land, Berg, Meer, draussen, drinnen nach. Die Thematik der Klänge des Alltags wird in den Räumlichkeiten der Klangschmiede Alt St. Johann aufgegriffen und für jedermann auf eindrucksvolle Weise erlebbar gemacht.

«Die Hunde des Nachbarn machen Lärm, der eigene Hund bellt», sagt der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky und bringt damit auf den Punkt, was wir eigentlich alle immer wieder erfahren: Ob ein Geräusch den Ohren schmeichelt oder als lästiger Lärm empfunden wird, ist eine höchst subjektive Angelegenheit. Die Jahresausstellung «Klingender Alltag» spürt den Klängen und Geräuschen von Stadt, Land, Berg, Meer, draussen, drinnen nach. «Jede Alltagsrealität besitzt die entsprechende Geräuschkulisse und was davon als Wohlklang und was als Missklang empfunden wird, ist individuell und wird sehr subjektiv erfahren. Was für den einen Musik in den Ohren ist, bedeutet für den anderen vielleicht bereits Lärm», erklärt der Liechtensteiner Ausstellungsmacher und Multimediakünstler Arno Oehri. Für die Klangwelt-Toggenburg- Intendantin Nadja Räss ist in den Ausstellungsräumen der Klangschmiede in Alt St. Johann eine Ausstellung entstanden, welche die Thematik der Klänge des Alltags in mehreren Zimmern aufgreift und für gross und klein auf eindrucksvolle Weise erlebbar gemacht wird. «Die neue Ausstellung bringt für mich das auf den Punkt, was in der heutigen Zeit im Alltag vermehrt vergessen geht. Nämlich, das bewusste Hinhören. Viel zu selten nehmen wir uns die Zeit, uns auf eine Parkbank oder auf die Wiese zu setzen und einfach hinzuhören und den Klängen des Alltags zu horchen», sagt Nadja Räss. „Es wäre schön, wenn in den Ohren unserer Gäste nach dem Besuch der Ausstellung plötzlich das alltäglichste Geräusch zur Begleitmusik des eigenen nächsten Liedes wird.» (pd)

Die Ausstellung startet mit der Vernissage am Freitag, 23. Januar, 18 Uhr. www.klangwelt.ch