KIVO: Eine Vakanz weniger

Die Mitglieder der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Walzenhausen haben Claudia Frigg in die Vorsteherschaft gewählt.

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Claudia Frigg-Bischofberger ist neues Mitglied der Vorsteherschaft der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Walzenhausen. (Bild: MC)

Claudia Frigg-Bischofberger ist neues Mitglied der Vorsteherschaft der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Walzenhausen. (Bild: MC)

Seit dem 30. Juni dieses Jahres steht die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Walzenhausen unter externer Verwaltung. Vakanzen in der Kirchenvorsteherschaft (Kivo) und in deren Präsidium hatten zu dieser Situation geführt. Seit einem halben Jahr amtet Rolf Hanselmann aus St. Margrethen als Verwalter. An der gestrigen Kirchgemeindeversammlung präsentierte er mit Claudia Frigg-Bischofberger eine Kandidatin für die Kivo. Die gut 30 Stimmberechtigten wählten die 56jährige Kaufmännische Angestellte einstimmig in die Kivo. Damit fehlt noch ein neues Präsidium, damit die Kirchgemeinde Walzenhausen wieder eigenständig wirken kann. «Wir arbeiten weiter daran, dass die Kirchgemeinde aus dem Verwaltertum kommt», so Hanselmann.

Nachdem an der letzten Kirchgemeindeversammlung am 24. April Budget und Rechnung 2015 abgelehnt worden waren, galt es gestern, erneut darüber abzustimmen. Das Nein sei damals hauptsächlich Diskussionen um das Pensum und die Entlöhnung von Pfarrerin Corinne Boldt geschuldet gewesen, blickte Hanselmann zurück. Inzwischen wurde eine Lösung gefunden. Corinna Boldts Arbeitspensum beträgt dieses Jahr 80 Prozent, wobei nur deren 70 entschädigt werden. So sei die Rückerstattung der zu viel bezahlten Lohnsumme per Ende Jahr abgeschlossen, versicherte Hanselmann. Die Stimmberechtigten verabschiedeten schliesslich Budget und Rechnung 2015 einstimmig.

Corinne Boldt wird die Kirchgemeinde Walzenhausen per Ende Juni 2017 verlassen. Sie wurde in Rotkreuz ZG zur Pfarrerin gewählt. Die Kivo werde sich an ihrer nächsten Sitzung mit Boldts Nachfolge befassen, so Hanselmann.

Kleiner Ertragsüberschuss budgetiert

Der Voranschlag 2017 sieht bei einem Aufwand von gut 459 000 Franken einen Ertragsüberschuss von knapp 400 Franken vor. Das Pensum des Sekretariats werde um 10 auf 30 Stellenprozente erhöht. Ruedi Tobler von der Freiwilligengruppe mitenand stellte den Antrag, 1000 Franken für Freiwilligenarbeit im Zusammenhang mit dem geplanten Durchgangszentrum für Asysuchende im Sonneblick ins Budget aufzunehmen. Der Antrag wurde mit 18:7 Stimmen und 3 Enthaltungen abgelehnt. Einstimmig genehmigt wurden der Voranschlag 2017 sowie der unveränderte Steuerfuss von 0,7 Einheiten.

Martin Küssner wird für ein Jahr befristet als Organist angestellt und Reto Niederer ersetzt Rosmarie Huber als Mesmer-Stellvertreter.

Mea Mc Ghee

mea.mcghee@appenzellerzeitung.ch