Kirchgemeinde von Reute-Obereggkann längere Vakanz besetzen

Die Kirchenvorsteherschaft ist seit gestern wieder komplett.

Karin Steffen
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Die neuen Mitglieder in GPK und Kivo Jeanette Hahn, GPK, Jeanine Gehrig, Ressort Jugend, Elena Däpp.

Die neuen Mitglieder in GPK und Kivo Jeanette Hahn, GPK, Jeanine Gehrig, Ressort Jugend, Elena Däpp.

Bild: Karin Steffen

Vorschriftsgemäss, aber ungewohnt weit auseinander, sassen die 25 stimmberechtigten Kirchbürger an ihrer Kirchgemeindeversammlung vom vergangenen Sonntagmorgen in Reute. Der Präsident, Matthias Haltiner aus Oberegg, zeigte sich trotzdem sehr erfreut, dass die Kirchgemeindeversammlung in dieser Form stattfinden konnte. Der ursprünglich definierte Termin vom 22. März musste coronabedingt verschoben werden.

Zwei Frauen stellen sich zur Wahl

Auf Ende der Amtszeit am 31. Mai zeichnete sich in der Kirchenvorsteherschaft eine weitere Vakanz im Ressort Senioren ab. Das Ressort Jugend war schon seit längerer Zeit nicht besetzt. Umso mehr zeigte sich der Präsident erleichtert, den anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für beide Ressorts eine Wahlempfehlung abgeben zu können. Für das Ressort Jugend kandidierte die 35-jährige Jeanine Gehrig aus Reute. Sie ist verheiratet, Mutter zweier Mädchen und bereits als Mesmer-Stellvertreterin tätig. Jeanine Gehrig sei es ein Anliegen, in ihrem Amt Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Elena Däpp, Schachen, stellt sich für das Ressort Senioren zur Wahl. Auch sie ist verheiratet, Mutter zweier Buben und in der Postzustellung tätig. Die 57-Jährige freue sich auf die Arbeit mit den Senioren, die so reich an Lebenserfahrung seien. Beide werden von der Versammlung gewählt. Wie auch das neue GPK-Mitglied, Jeanette Hahn, Schachen. Die 45-Jährige führt ein eigenes Kosmetikstudio, ist liiert und Mutter einer Tochter und eines Sohnes. Die weiteren Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft sind Stefan Zürcher (Bau, Reute), Vreni König (Finanzen, Schachen), Markus Ehrbar (Beisitzer, Oberegg). Den Abtretenden, Ilona-Donata Rüegg (Senioren) und Marc Schmid (GPK) dankt Matthias Haltiner mit einem Präsent für ihr Mitwirken zu Gunsten der Kirchgemeinde.

Regionale Zusammenarbeit

Die im letzten Jahr angekündigte vertiefte Auseinandersetzung der Vorderländer Kirchgemeinden mit den Szenarien «Zweckverband» oder «Zusammenschluss» erfuhr einen Marschhalt. Wie Matthias Haltiner erklärte, bedeute dies jedoch nicht, dass keine Zusammenarbeit stattfinde. Auf Ebene der Präsidien werde jetzt zuerst die genaue Zielsetzung abgeklärt. Eine erfreulich aktive Zusammenarbeit findet derzeit unter anderem mit dem regionalen Konfirmandenunterricht in Heiden statt.

Jahresabschluss besser als budgetiert

Die Finanzchefin Vreni König präsentierte mit der Rechnung 2019 einen Gewinn von knapp 3400 Franken bei Gesamtaufwendungen von knapp 285000 Franken. Diese entspricht einem Besserabschluss gegenüber dem Budget von fast 27300 Franken. König begründet dies mit weniger Ausgaben aufgrund des verspäteten Umbaubeginns des Pfarrhauses. Aus dem Finanzausgleich erhielt die Kirchgemeinde 25 532 Franken. Der Bauchef Stefan Zürcher erläutert den Fortschritt der Umbauarbeiten am Pfarrhaus anhand einer Bildpräsentation. Trotz der ausserordentlichen Lage konnte bereits vieles realisiert werden.