Kirchenrat will sein Pensum mehr als verdoppeln

Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell wird an der Herbstsynode beantragen, dass sein bezahltes Pensum mehr als verdoppelt wird. Mit Ausnahme des Kirchenratspräsidenten (30 Prozent) verfügen die Kirchenratsmitglieder über je ein 10-Prozent-Pensum.

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Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell wird an der Herbstsynode beantragen, dass sein bezahltes Pensum mehr als verdoppelt wird. Mit Ausnahme des Kirchenratspräsidenten (30 Prozent) verfügen die Kirchenratsmitglieder über je ein 10-Prozent-Pensum. Das macht total 80 Prozent. Soll der Kirchenrat seine Aufgaben weiterhin professionell umsetzen, so sei gesamthaft eine Stellenaufstockung um 90 Prozent notwendig, führte Kirchenratspräsident Kurt Kägi aus. Als Grundlage der Berechnungen wurde die effektive zeitliche Belastung im Jahr 2012 (176 Prozent) genommen.

Kein «Zuekunft zöösle»

Im Kontext der knappen Ressourcen kam Kägi schliesslich auch auf den nicht auf der Traktandenliste aufgeführten Zukunftsprozess «Zuekunft zöösle» zu sprechen. Die bisherige Diskussion über diesen Prozess und die fehlende Finanzierung hätten den Kirchenrat bewogen, erst einmal bei sich zu schauen, ob er überhaupt über die zeitlichen Ressourcen für ein solches Projekt verfüge. Dabei ist man gemäss Kägi zum Schluss gekommen: «Solange die bestehenden Aufgaben im Rahmen unserer Verfügbarkeit nicht zu bewältigen sind, fehlen uns auch die Kapazitäten für neue Projekte.» Mit anderen Worten: Es hat sich vorläufig ausgezööselt.

Verzichtsplanung

Weiter sagte Kurt Kägi, dass der Kirchenrat eine erneute Verzichtsplanung an die Hand genommen habe. Mit Massnahmen wie kürzeren Sitzungen, Konzentration auf Grundaufgaben, Verzicht auf Vernehmlassungen oder auch der Delegation von Aufgaben an die Geschäftsstelle sollen pro Ressort im Schnitt acht Stellenprozente eingespart werden.

Hansueli Nef von der Geschäftsprüfungskommission deponierte im Anschluss an Kägis Ausführungen den Wunsch, möglichst rasch über ein schriftliches Papier als Diskussionsgrundlage zu verfügen. Die Synode müsse ein Interesse habe, dass der Kirchenrat so arbeiten könne, wie es die Verfassung verlange. (rf)