Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kirchenknatsch: Pastoralteam von Appenzell weist Vorwürfe zurück

In der Pfarrei St. Mauritius in Appenzell hängt der Haussegen schief. An der Kirchhöri von Ende März muss wegen Zerstrittenheit ein komplett neuer Kirchenverwaltungsrat gewählt werden. Die Seelsorgenden unterstreichen derweil ihre Gesprächsbereitschaft.
Roger Fuchs
So schön die Kirche von Appenzell in der Dunkelheit leuchtet, so düster derzeit die Stimmung zwischen Verwaltungsrat und Angestellten.

So schön die Kirche von Appenzell in der Dunkelheit leuchtet, so düster derzeit die Stimmung zwischen Verwaltungsrat und Angestellten.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass in Appenzell der gesamte Kirchenrat auf die ordentliche Kirchhöri hin zurücktreten wird. Zwei Mitglieder des Gremiums hatten bereits im Dezember mit sofortiger Wirkung ihr Amt niedergelegt.

Nun wendet sich das Pastoralteam mit einer Mitteilung an die Appenzeller Zeitung. Darin wird bestätigt, dass es Schwierigkeiten gibt in der Zusammenarbeit zwischen den Seelsorgenden und dem Kirchenverwaltungsrat. Das Pastoralteam setze sich aber weiterhin engagiert für die Kirchgemeinde St. Mauritius ein.

Der bereits erfolgte ausserordentliche und sofortige Rücktritt von zwei Kirchenratsmitgliedern im Dezember 2018 wird vom Pastoralteam als eine interne Angelegenheit des Kirchenverwaltungsrates bezeichnet. Es habe jedoch bei den Seelsorgenden grosse Betroffenheit ausgelöst und den Anstoss gegeben zu einer Situationsanalyse mit der Ombudsstelle des Bistums St. Gallen. Dadurch hätte das Gespräch mit dem Kirchenverwaltungsrat sorgfältig vorbereitet werden sollen. Der Kirchenrat sei über dieses Vorgehen orientiert gewesen. Angesichts der Analyse mit der Ombudsstelle wurde der vom Kirchenverwaltungsrat verordnete Zeitpunkt der Aussprache als zu verfrüht betrachtet.

Verwaltungsrat erhebt Vorwürfe

Seitens des Kirchenverwaltungsrates wurde durch die noch amtierenden Mitglieder am Tag zuvor moniert, dass mehrfache Anstrengungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Kirchenrat und Pastoralteam gescheitert seien. Das Pastoralteam habe einen gemeinsamen Workshop mehrheitlich abgelehnt. Eine dringend notwendige Auslegeordnung und ein erster Schritt für eine konstruktive, zukunftsorientierte Zusammenarbeit hätten somit nicht umgesetzt werden können.

Pfarrer Lukas Hidber, der von Amtes wegen im Kirchenverwaltungsrat Einsitz hat, will auf Anfrage nicht weiter ausführen, welche konkreten Punkte denn nun zum Zerwürfnis geführt haben. «Details müssen wir nicht in den Medien herumschlagen», gibt er zu Protokoll. Nur soviel: Der Vorwurf, man würde sich dem Gespräch verweigern, weise das Pastoralteam zurück.

Fakt bleibt: Auf die Kirchhöri vom 22. März haben die verbleibenden Kirchenverwaltungsratsmitglieder ihren Rücktritt kundgetan: Präsidentin Damiana Vicini, Franziska Raschle-Krämer, Monika Stark und Marco Sonderer.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.