Kirchenchor zu Gast in Nordrhein-Westfalen

Am vergangenen Pfingstwochenende reiste der Kirchenchor Nesslau nach Lüttelforst in den Norden Deutschlands. Dies auf Einladung des dortigen Chores.

Margrit Tyrrell-Frei
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Zwischendurch machten die Chormitglieder auch mal Pause. (Bild: pd)

Zwischendurch machten die Chormitglieder auch mal Pause. (Bild: pd)

Am vergangenen Pfingstwochenende reiste der Kirchenchor Nesslau nach Lüttelforst in den Norden Deutschlands. Dies auf Einladung des dortigen Chores.

In die Wege geleitet wurde dieser Ausflug von der Dirigentin des Nesslauer Chores, Margret Herzog, und deren Mann, Hermann Ostendarp, der aus dieser Gegend stammt. Gesang, Kennenlernen und Kultur standen im Vordergrund. Genau vor einem Jahr, ebenfalls am Pfingstwochenende, verbrachte der Lüttelforster Kirchenchor auf Einladung der Nesslauer einige Tage im Toggenburg. Am Freitag war es dann soweit: Ab ging es, perfekt chauffiert von Hermann Zwingli und aufmerksam betreut von Rösli Zwingli, Richtung Norden bis ins flache Nordrhein-Westfalen in die Gemeinde Schwalmtal, wo die Lüttelforster Sängerinnen und Sänger ihre Schweizer Gäste bereits gespannt erwarteten. Natürlich wurde unterwegs auch mal angehalten. Kurz vor 17 Uhr wurden die Reisenden im lauschig bewaldeten Lüttelforst mit Kuchen und Kaffee willkommen geheissen und bewirtet. Später ging es in die 1802 erbaute St. Jakobus-Kirche zur ersten gemeinsamen Probe und dann in die Gastfamilien oder ins Hotel. Am zweiten Tag wurde die Stadt Aachen, insbesondere deren imposanter Dom, besucht. Dieses Unesco-Kulturdenkmal ist die Kirche Karls des Grossen, wo sich seine sterblichen Überreste seien. Auch erfuhr man, dass Aachen über Heilquellen verfügt. Beeindruckt oder gar geschockt waren die Schweizer auf dem Rückweg nach Lüttelforst beim Blick in den Abgrund einer riesigen Braunkohle-Tagebau-Anlage. Ein gemeinsames Essen in Lüttelforst und Singen schlossen den Tag.

Der Höhepunkt war dann die Messe am Sonntagvormittag, wo die beiden Chöre gemeinsam brillierten und einen enthusiastischen Schlussapplaus ernteten. Nach dem Mittagessen waren die Besichtigung einer alten Mühle sowie eine Wanderung auf dem Programm und noch ein letzter gemeinsamer Abend, weil am Pfingstmontag die Rückreise in die Schweiz anstand.

«Bewahrt Lüttelforst in euren Herzen. Wir sehen uns wieder.» Ein exzellentes Beispiel dafür, dass Gesang verbindet, Freundschaften waren erneuert oder geschlossen worden.