Kirchen appellieren an die Gemeinden

Vertreter der drei Landeskirchen im Appenzellerland appellieren an die Gemeinden, nebst den Todesfällen auch die anderen Zivilstandsmeldungen ab 2013 zu veröffentlichen.

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AUSSERRHODEN. Ab kommendem Jahr überlässt der Ausserrhoder Regierungsrat den Entscheid, nebst den Todesfällen auch die anderen Zivilstandsmeldungen wieder zu veröffentlichen, den Gemeinden. Die Leitungen der Evangelisch-reformierten und der Römisch-katholischen Landeskirchen in den beiden Appenzeller Kantonen hätten mit Freude zur Kenntnis genommen, heisst es in einer Mitteilung, dass der Regierungsrat auf seinen Entscheid vom 1. Juni, auf die Veröffentlichung der Zivilstandsnachrichten zu verzichten, zurückgekommen sei.

Gemeinden gefordert

Die Vertreter der Kirchenleitungen appellieren nun an die Gemeinden, nebst den Todesfällen auch die übrigen Zivilstandsmeldungen ab dem 1. Januar 2013 wieder zu veröffentlichen.

Die Leitungen der Kirchen begründen ihren Appell mit dem Hinweis, dass der Staat und die Kirchen als Gemeinwesen in der Verantwortung stünden. Sie sollen offen und transparent über gesellschaftliche und kirchliche Ereignisse informieren und den interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern die entsprechende Informationsmöglichkeit bieten. Dazu gehöre insbesondere die Publikation der Zivilstandsereignisse.

Eine Gemeinschaft sein

Geburten, Eheschliessungen und Todesfälle sind aus Sicht der Kirchenleitungen Teil des öffentlichen Lebens. Das Wissen um das Geschehen trage dazu bei, dass die Menschen eine Gemeinschaft seien, die an traurigen wie auch an freudigen Ereignissen teilnehme. Gemäss der Kirchenleitungen dürfen solche Errungenschaften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. (pd)