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KIRCHBERG: «Vielfalt bereichert den Job»

Zwölf Monate nach der Bildung der Einheitsgemeinde zieht Schulratspräsident Orlando Simeon eine positive Zwischenbilanz.
Beat Lanzendorfer
Orlando Simeon ist seit drei Jahren Schulratspräsident der Gemeinde Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Orlando Simeon ist seit drei Jahren Schulratspräsident der Gemeinde Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Orlando Simeon: Vor einem Jahr sind Schulgemeinde und politische Gemeinde zur Einheitsgemeinde verschmolzen. Was hatte dies für Sie persönlich für Auswirkungen?

Die grösste Auswirkung war die Einsitznahme in den Gemeinderat. Das Aufgabenfeld hat sich erweitert und die Anzahl der Sitzungen erhöht. Dank der neuen Struktur im Schulrat konnte diese Mehrbelastung aufgefangen werden. Seit dem 1. Januar ist der Schulrat in Ressorts aufgeteilt. Die Zusammenarbeit mit den Verwaltungsabteilungen der politischen Gemeinde Kirchberg hat sich durch diese Ausweitung der Themenfelder intensiviert. Auch ist die Zugehörigkeit zur Gemeinde verstärkt worden. Wir waren ja schon vor der Einheitsgemeinde im Gemeindehaus eingemietet, jetzt sind wir aber ein Teil der Verwaltung, ein Team.

Wie sehen konkret die Auswirkungen für die Schule aus?

Wie erwähnt, haben wir die Bildung der Einheitsgemeinde im Schulrat sehr gut vorbereitet und ein Ressortsystem aufgebaut. Dieses Modell erlaubt, die strategische Ebene noch besser von der operativen Ebene zu trennen und die Behördenmitglieder auf Grund ihrer Stärken in die Ratsgeschäfte einzubinden. Parallel zu diesen Anpassungen überprüfen wir vorhandene, nicht mehr aktuelle Prozessabläufe der Schule und binden diese in die Ressortstrukturen des Schulrates und in die Abläufe der Einheitsgemeinde ein.

Gab es Anlaufschwierigkeiten?

Bis sich verschiedene gewachsene Kulturen zusammenfinden und sich kennengelernt haben, dauert es immer eine gewisse Zeit. Dass es bei der Fusion der Schule mit der Gemeinde kleinere Anlaufschwierigkeiten gibt, ist normal. Wir haben diese aber erkannt und arbeiten daran. Was die Arbeit im Bereich der Schule betrifft, merkte man natürlich, dass das Fundament beider ehemaliger Schulgemeinden –Schulgemeinde Gähwil und Schulgemeinde Kirchberg – zusammengelegt wurde. Auch hier zeigte es sich, dass die enge Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde Gähwil im Prozess der Ressortbildung der Schulen Kirchberg ein weiser Entscheid war.

Macht Ihnen Ihr Job auch nach drei Jahren immer noch Freude?

Ja, mein Job gefällt mir ausserordentlich gut und ich bereue es keinen Tag, diesen Schritt gemacht zu haben. Die Vielfalt der Aufgaben, die Kontakte mit der Bevölkerung der Gemeinde Kirchberg und mit den Mitarbeitenden der Schulen und der Gemeinde Kirchberg und die immer wieder neuen Herausforderungen, die auf einem zukommen, bereichern den Berufsalltag und geben dem Job des Schulratspräsidenten eine gewisse Würze.

Bei den anstehenden Vorhaben (diverse Bauprojekte) wäre es aber denkbar, dass Ihnen der Spass trotzdem manchmal vergeht?

Nein, auf keinen Fall. Wie ich immer wieder betone, sind dies Herausforderungen, welche es zu lösen gilt. Wenn wir uns scheuen, diese Herausforderungen anzunehmen oder ihnen gar ausweichen, werden wir in einigen Jahren von der Realität eingeholt. Dieses Vorausschauen und für die Zukunft funktionierende Strategien entwickeln zu können, macht grossen Spass. Dies, kombiniert mit der Tatsache, dass ich mit meiner Arbeit das Bildungssystem mitgestalten kann, macht aus dem Spass eine Leidenschaft. Wobei ich mich täglich meiner Verantwortung gegenüber den Schülerinnen und Schülern, den Lehrpersonen, den Eltern und der gesamten Bevölkerung bewusst bin.

Bereitet Ihnen die angespannte Schulraumsituation, speziell in Bazenheid, schlaflose Nächte?

Nein. Durch die zeitliche Belastung, welcher ich in der Ausübung meines Jobs ausgesetzt bin, bin ich am Abend jeweils so müde, dass ich ohne Probleme einschlafen kann. Ernsthaft. Ich bin glücklich, die Eigenschaft zu besitzen, Geschäftliches von Privatem absolut und messerscharf trennen zu können. Auch in belastenderen Zeiten habe ich nie Schwierigkeiten abzuschalten, sei dies am Feierabend, an Wochenenden oder in den Ferien. Ohne diese Eigenschaft wäre es wahrscheinlich schwierig, diesen Job auszuüben.

Aber was passiert, wenn die Ausführungskredite an der Urne im kommenden Jahr vom Stimmvolk abgelehnt werden?

Dann geht es zurück auf Feld Nummer eins, wir wären gezwungen, die neue Ausgangslage zu analysieren und alternative Varianten auszuarbeiten. Wobei der Spielraum durch die zeitlichen Komponenten massiv eingeschränkt würde. Wir können den Unterricht nicht ins «Freie» verlagern. Die Entwicklung der Schülerzahlen der Schulraumstudie der Firma Schällibaum in Wattwil bildet die Grundlage für unsere Entscheidungen, welche wir auch intern überprüft haben. Und diese Grundlagen sprechen für sich. Könnten wir nicht bauen, wären Container eine Variante.

Mit welchen Projekten beschäftigen Sie sich, nebst den Schulhausbauten, im kommenden Jahr auch noch?

Da gehen uns die Themen nicht aus. Die Informatik beschäftigt uns permanent, die Entwicklung ist rasant und der Lehrplan Volksschule stellt uns vor anspruchsvolle Herausforderungen. Das Projekt Einheitsgemeinde ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Dann beschäftigen wir uns mit der schon lange fälligen Neuerstellung eines Führungshandbuchs, um die internen Abläufe zu optimieren. Die Überprüfung der Aktualität der Führungsstrukturen auf der Ebene Schuleinheiten werden wir weiterführen, um den vorhandenen Entwicklungsrückstand aufzuholen und die Strukturen für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen. Dann sind da noch weitere Projekte am Laufen im Bereich Schulentwicklung, Erstellung einer zeitgemässen Personalpolitik, Elternbildung und -arbeit, Tagesstrukturen und Kindertagesstätten. Hinzu kommen Vorgaben des Bildungsdepartements und des Amtes für Volksschule.

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