Kirchberg verliert – Eschenbach führt

Trotz dreimaliger Führung kehrt Kirchberg mit leeren Händen von der Partie gegen Eschenbach nach Hause zurück. Individuelle Fehler verhinderten, dass sich die Alttoggenburger für eine kämpferisch starke Vorstellung belohnten.

Pablo Rohner
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FUSSBALL. Den ersten Höhepunkt des Spektakels zwischen Kirchberg und Eschenbach auf der Eschewies besorgte Mario Kuhn mit einem Sonntagsschuss. Mitte der gegnerischen Hälfte angespielt, zimmerte er den Ball nach ein paar Schritten mit rechts, eigentlich sein schwächerer Fuss, in den rechten Torwinkel – 0:1.

Plan mehrmals verworfen

Nach der Führung wäre es eigentlich der Plan gewesen, gut zu verteidigen, lange kein Tor zu kassieren und den einen oder anderen gefährlichen Konter zu fahren. Vornweg: Dieser Plan durfte am Donnerstagabend gleich dreimal gefasst und meist schnell wieder verworfen werden. Ein katastrophaler Fehlentscheid von Schiedsrichter Feldmann verhalf dem Leader kurz nach dem unerwarteten Rückstand zurück ins Spiel. Nach einem schnell ausgeführten Freistoss starteten zwei Eschenbacher Stürmer aus meterweitem Abseits. Dergestalt schon mit Vorsprung gestartet, enteilte einer der Kirchberger Abwehr, seine Flanke drückte der einlaufende Flügelspieler aus gut fünf Metern per Kopf über die Linie.

Der Aufstand des Kleinen

Doch es lag Aufstand in der Luft an diesem Abend unter Flutlicht, der Aufstand des Kleinen. Kirchberg rappelte sich sogleich auf und ging durch den starken Schönenberger wieder in Führung. Nach einer Balleroberung durch Sewo kam Bürge an den Ball, der einige Meter quer lief und dann überlegt Schönenberger schickte, der vom rechten Strafraumeck mit einem satten Schuss ins nahe Eck zum 1:2 traf. Wieder war man also vorne, doch wieder war der Vorsprung nicht von Dauer. Er hielt zwar länger als beim ersten Mal, doch nicht lange genug, um damit zum Tee zu kommen. Schuld daran war Robert Stojanov, der kurz vor dem Tee wieder mal seine Klasse unter Beweis stellte. Nach einem unnötigen Ballverlust von Kellenberger schob er Schweizer und Rohner ballführend vor sich her, um dann ansatzlos abzuziehen.

Zwar flatterte der perfekt getroffene Ball für Iten unangenehm, doch ganz unhaltbar sah der Schuss nicht aus, als er sich über den Kirchberger Torwart hinweg ins Netz senkte. Mit dem 2:2 ging es in die Kabinen.

Unglückliche Gegentore

Im gleichen Stil ging es dann nach dem Wiederanpfiff weiter. Wieder ging Kirchberg in Führung, wieder schön herausgespielt. Schönenberger setzte sich über rechts durch, flankte scharf durch den Strafraum, an dessen Ende Sewo direkt zum 3:2 verwertete. Und wieder kam Eschenbach zurück. Nach einem weiten Ball setzte sich ein Stürmer im Laufduell durch und schob ein zum 3:3.

Eschenbach genügte anschliessend eine Druckphase, aus der zwei aus Kirchberger Sicht höchst unglückliche Tore resultierten, um das Spiel zu entscheiden. Zunächst fälschte Rohner per Grätsche einen Schuss unhaltbar für Iten ab, einige Minuten später traf Brändle nach einem Freistoss per Kopfballverlängerung ins eigene Tor. Den Schlusspunkt setzte dann wiederum Brändle, als er nach einem Eckball aus dem Getümmel zum Endstand von 5:4 traf.

Wochen der Wahrheit

Unter dem Strich resultierte gegen den FC Eschenbach wieder eine Niederlage. Eine Niederlage wie schon gegen Schmerikon. Wie schon in Necker. In den kommenden «Wochen der Wahrheit» mit Spielen gegen Netstal, Eschlikon, Bütschwil und Linth helfen den Alttoggenburger Fussballern nur Siege, um endlich in ruhigere Gewässer zu gelangen.

Matchtelegramm: FC Eschenbach – FC Kirchberg 5:4 (2:2) – Eschewies – 100 – SR Feldmann – Tore: 1:0 Kuhn, 1:1 Eschenbach, 1:2 Schönenberger, 2:2 Stojanov, 2:3 Sewo, 3:3 Eschenbach, 4:3 Eschenbach, 5:3 Eschenbach, 90. Brändle 5:4 – Kirchberg: Iten; Brändle, Schweizer, Rohner, Gähwiler; Kellenberger; Sewo, Bürge (68. Müller), Kuhn, Schönenberger (79. Holenstein); Di Bella (75. Keller) – Kirchberg ohne: Dal Molin, Nagel (verletzt), Nüesch (rekonvaleszent), Bouwmeester, Schefer (abwesend), Widmer (Armee)