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Kirchberg: Rekordverdächtig kurze Bürgerversammlung

Trotz eines Reingewinns in der Höhe von 4,7 Millionen Franken muss die Gemeinde Kirchberg weiterhin sorgsam mit den Finanzen umgehen. Sie sieht sich mit prognostizierten Investitionen von 47 Millionen Franken konfrontiert.
Beat Lanzendorfer
148 Stimmberechtigte wohnten am Freitagabend in der katholischen Kirche in Kirchberg der Bürgerversammlung bei. Sowohl die Jahresrechnung 2017 als auch das Budget 2018 wurden ohne Diskussionen abgesegnet. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

148 Stimmberechtigte wohnten am Freitagabend in der katholischen Kirche in Kirchberg der Bürgerversammlung bei. Sowohl die Jahresrechnung 2017 als auch das Budget 2018 wurden ohne Diskussionen abgesegnet. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@toggenburgmedien.ch

Nach den Diskussionen der letzten Monate, die meist die Finanzen und den Schulraum zum Thema hatten, dürfte sich Gemeindepräsident Roman Habrik auf eine längere Bürgerversammlung am vergangenen Freitagabend in der katholischen Kirche eingestellt haben. Kommt hinzu, dass am 15. März eine Petition eingereicht worden ist, in der die Petenten wünschen, den Zeitplan einzelner Schulhausbauten sowie der Mehrzweckhalle Sonnenhof zu überdenken. Dies liess darauf schliessen, dass es an der Versammlung zu Wortmeldungen kommen könnte. Das Gegenteil war der Fall. Nach rekordverdächtigen dreissig Minuten war die Bürgerversammlung 2018 Geschichte. Die 148 anwesenden Stimmberechtigten hatten den Anträgen ihre Zustimmung erteilt. Allerdings gilt anzumerken: Am Freitag ging es lediglich um die Jahresrechnung 2017 sowie um das Budget 2018. Entscheide betreffend Schulhausbauten werden an der Urne gefällt.

Minus nach Millionengewinn budgetiert

Geruhsamer Abend, von links: Die Stimmenzähler Ueli Bösch, Cornelia Peyer und Paul Gemperle.

Geruhsamer Abend, von links: Die Stimmenzähler Ueli Bösch, Cornelia Peyer und Paul Gemperle.

Das Ergebnis 2017 ist mit einem Ertragsüberschuss von 4,7 Millionen Franken unerwartet positiv ausgefallen. Bei einem budgetierten Defizit von 360'800 Franken entspricht dies einer Besserstellung von 5,1 Millionen Franken. Der Reingewinn sieht folgende Verwendung vor: Die Planungskosten in der Höhe von einer Million Franken für die Schulraumerweiterung und den Neubau Mehrzweckhalle Sonnenhof, beides in Kirchberg, werden direkt abgeschrieben. Eine weitere Million Franken wird der Vorfinanzierung derselben zugewiesen. Der Restbetrag, 2,7 Millionen Franken, wird ins Eigenkapital gelegt, womit dieses auf rund 15 Millionen Franken anwächst. Trotz rekordverdächtigem Abschluss 2017 wird in diesem Jahr ein Defizit von 379'300 Franken budgetiert. Dieses wird in erster Linie durch den Mehrbedarf der Schule begründet. «Wichtig ist, dass wir aufgrund der hohen Gewinne nicht übermütig werden und trotzdem bei jeder Ausgabe prüfen, ob sie notwendig ist. So können wir dazu beitragen, dass Ende Jahr vielleicht trotzdem ein Gewinn möglich ist und eine weitere Vorfinanzierung in den Sonnenhof getätigt werden kann», sagte Roman Habrik. Das Budget 2018 basiert auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 142 Prozent.

Die Strategie des Sonnegrund überdenken

Die Stimmberechtigten mussten ebenfalls die Rechnung des Sonnegrunds absegnen, der im Besitz der Gemeinde ist. Das Haus für Betagte weist zum dritten Mal in Folge einen Verlust aus. Im abgelaufenen Jahr betrug dieser 96'241 Franken. Mit einer Reduktion der Zweierzimmer und gleichzeitiger Realisierung von Einerzimmern sowie einer Anpassung der Tarife soll die Rückkehr in die Gewinnzone erreicht werden. Als Vergleich wird auf das Tertianum Rosenau hingewiesen, das nur Einerzimmer anbietet und mit dieser Strategie ausgelastet ist.

Petition und Schulraumbauten

Vor der allgemeinen Umfrage informierte Roman Habrik zu den Themen «Erweiterung Oberstufe Flurstrasse in Bazenheid» und «Volkspetition». Die Abstimmungsfragen für die Abstimmung vom 10. Juni (Erweiterung Flurstrasse) mussten bis am vergangenen Dienstag eingereicht werden. Daher sei eine Abstimmung über alle drei Schulprojekte im September oder November nicht möglich. Somit soll am 10. Juni über ein Investitionsvolumen von sieben Millionen Franken abgestimmt werden.

Dieses beinhaltet: Erweiterung Oberstufe Flurstrasse, Verlegung der Trafostation der rwt inklusive der Kommunikationszentrale der Dorfkorporation Bazenheid sowie die vom Kanton vorgeschriebenen Hochwasserschutzmassnahmen. Betreffend eingereichter Petition versprach der Gemeindepräsident eine zeitnahe Antwort. «Der Gemeinderat hat an der Sitzung vom letzten Dienstag Kenntnis von der Petition genommen. Er wird an der nächsten Sitzung das weitere Vorgehen beraten.»

Danach war das schnelle Ende der Bürgerversammlung Tatsache. Auch darum, weil die allgemeine Umfrage nicht genutzt worden ist. Nach dem offiziellen Teil offerierte die Gemeinde den Stimmbürgern vor der Kirche einen Apéro.

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