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KIRCHBERG: Mehr Druckerpapier und weniger Schulhefte bei der Bischoff AG

Die Bischoff AG im Kirchberger Industriegebiet Stelz plant einen Erweiterungsbau. Begründet wird dieser Schritt mit den ständig wachsenden Geschäftsbereichen.
Beat Lanzendorfer
Der Hauptsitz der Bischoff AG im Industriegebiet Stelz, das zur Gemeinde Kirchberg gehört. Rechts davon soll der Erweiterungsbau zu stehen kommen. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Der Hauptsitz der Bischoff AG im Industriegebiet Stelz, das zur Gemeinde Kirchberg gehört. Rechts davon soll der Erweiterungsbau zu stehen kommen. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@ toggenburgmedien.ch

Die Bischoff AG mit Hauptsitz im Kirchberger Industriegebiet Stelz und Zweigstellen in Hochdorf LU und Bulle FR gehört zu den führenden Anbietern in den Bereichen Audio-Video-Technik, Schulmaterial und Bürobedarf. Um den engen Platzverhältnissen am Hauptsitz entgegenzuwirken, hat das Unternehmen beim Kirchberger Gemeinderat ein Gesuch um Aufhebung des Überbauungsplanes Stelz, Kirchberg, eingereicht.

Das Gesuch liegt derzeit im Kirchberger Gemeindehaus auf. Sollte gegen die Aufhebung des Überbauungsplanes innert der Auflagefrist keine Einsprache eingehen, geht dieses zur Bewilligung an den Kanton. Gibt dieser grünes Licht, kann die Bischoff AG anschliessend ein Baugesuch einreichen. Weil alle Geschäftsbereiche der Bischoff AG wachsen, benötigt die Firma zusätzlichen Platz für Lager-, Schulungs- und Büroräume.

«Spruchreif betreffend Erweiterungsbau ist noch nichts. Wir haben einen Architekten beauftragt, ein Projekt auszuarbeiten. Von uns aus haben wir noch nicht entschieden, dass wir dieses in die Tat umsetzen», erklärt Christian Aegerter, Inhaber der Bischoff AG. Und weiter: «Mein Vater hat das Gebäude vor rund dreissig Jahren erstellt. Immer ab Baulinie, darum hat es eine etwas spezielle Form. Die Auflage damals seitens der Gemeinde war, einen Grüngürtel zu erhalten. Nachdem die IGP Pulvertechnik AG ihre Pläne betreffend Erweiterungsbau offengelegt hat, suchten wir das Gespräch mit dem Kirchberger Gemeinderat. Mit der Aufhebung des Überbauungsplanes sehen wir eine Möglichkeit, unsere Expansionspläne hier umzusetzen.» Finanzchef Roman Lämmler präzisiert: «In erster Linie fanden mit Vertretern der Gemeinde Gespräche statt, um zu eruieren, was am bisherigen Standort möglich ist.»

Aus der Not eine Tugend gemacht

Schul- und Büromaterial gehören weiterhin zum Kerngeschäft der Bischoff AG, auch der Vertrieb von Papier. Die Firma führt rund 8000 Artikel an Lager, ein Grossteil davon ist im Papeterie-Markt erhältlich, der sich am Hauptsitz befindet. Darunter zählen auch Schulhefte. «Branchenweit werden im Zeitalter der Digitalisierung tatsächlich immer weniger Schulhefte verkauft, gleichzeitig benötigt es aber immer mehr Kopierpapier, weshalb das Papier nach wie vor nicht wegzudenken ist», sagt Christian Aegerter. Somit hat es laut Auskunft der Bischoff-Geschäftsleitung, zu der nebst Inhaber Christian Aegerter und Roman Lämmler auch Peter Bosshard gehört, weiterhin seine Daseinsberechtigung.

Weil das Verbrauchsmaterial allerdings kein Wachstumsgeschäft darstellt, hat die Bischoff AG die Not zur Tugend gemacht und setzt an den Schulen auf Audio-Video-Technik. «Wir sind schon auf den Zug aufgesprungen, als die ersten Hellraumprojektoren auf den Markt kamen, die gleiche Strategie verfolgten wir bei den Beamern.» Im Gleichschritt mit den Schulen ist die Firma Bischoff digitaler geworden. «Rund die Hälfte unseres Umsatzes erzielen wir mit der Audio-Video-Technik. Viele unserer Mitarbeiter sind in diesem Geschäftsfeld tätig und entsprechend geschult», klärt Roman Lämmler auf.

Die moderne Technik hält Einzug

Die moderne Technik hat längst im Schulbereich Einzug gehalten. Viele Schulen führen mittlerweile eine eigene iPad-Klasse. Um das Eingegebene darzustellen, braucht es Touchscreens. Diese sogenannten «Berührungsbildschirme» ersetzen die Schiefertafeln. Allein im letzten Jahr konnte die Bischoff AG mehrere hundert dieser interaktiven Touchscreens an Schulen liefern. Jüngstes Beispiel ist die Schule Oberuzwil, bei der die Bischoff AG 42 Touch-Bildschirme installieren konnte. Die Digitalisierung findet auch beim «Lehrplan 21» Berücksichtigung, sieht dieser doch die Förderung der Medien und der Informatik vor. Vier Projektleiter und sechs Techniker sind bei der Bischoff AG damit vertraut, diesen Anforderungen gerecht zu werden. «Während 160 Jahren haben wir Schulhefte verkauft, Veränderungen bieten die Chance, auf neue Strömungen aufspringen. Als Schulspezialisten können wir fast alle Bedürfnisse der Schulen abdecken», sagt Christian Aegerter abschliessend.

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