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KIRCHBERG: Die Wünsche sind deponiert

290 Stimmen sind bei der Petition über die Schulraumerweiterung und den Neubau Mehrzweckhalle Sonnenhof zusammengekommen. Am Donnerstag sind sie Gemeindepräsident Roman Habrik überreicht worden.
Beat Lanzendorfer
Gemeindepräsident Roman Habrik nimmt die Unterschriftenbögen von Damian Kalbermatter und Thomas Feller entgegen (von links). (Bild: Beat Lanzendorfer)

Gemeindepräsident Roman Habrik nimmt die Unterschriftenbögen von Damian Kalbermatter und Thomas Feller entgegen (von links). (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

Schulraum- und Mehrzweckhallenbedarf sowohl in Kirchberg als auch in Bazenheid sind unbestritten. Weil laut Gemeinderat bei gleichzeitiger Realisierung die Schulden sowie der Steuerfuss massiv ansteigen würden, hat er sich für eine gestaffelte Ausführung ausgesprochen. Dies hat ein Initiativkomitee bewogen, eine Petition zu lancieren. Die Unterzeichner verlangen vom Kirchberger Gemeinderat, Möglichkeiten auszuloten, wie die Schulraumerweiterung und der Neubau Mehrzweckhalle Sonnenhof, Kirchberg, trotz prioritärer Bauvorhaben der Oberstufe Flurstrasse und der Primarschule Neugasse, beides in Bazenheid, zeitnah realisiert werden können. Damian Kalbermatter und Thomas Feller, Sprecher des Petitionskomitees, beantworteten nach Überreichung des Petitionsbegehrens die Fragen dieser Zeitung.

Thomas Feller, sind Sie mit der Anzahl Stimmen, die zusammengekommen sind, zufrieden?

Sehr, dafür möchten wir uns bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanken. Die Zahl zeigt, dass das Thema interessiert und dass alle Einwohner und Einwohnerinnen der Gemeinde an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind.

Damian Kalbermatter, Sie möchten mit der Volkspetition erreichen, dass alle Projekte möglichst gleichzeitig realisiert werden. Korrekt?

Es geht darum, jetzt den Entscheid zu fällen, die drei Projekte möglichst zeitnah zu realisieren. Das Bedürfnis nach allen drei Bauvorhaben ist ausgewiesen. Es wäre schade, das Projekt Sonnenhof zurückzustellen, im Wissen, dass es sich baufertig präsentiert.

Der Gemeinderat erklärt seinen Entschluss mit den hohen Kosten, der zu Schulden und einer Erhöhung des im Vergleich zu Nachbargemeinden ohnehin hohen Steuerfusses führen wird. Was entgegnen Sie darauf?

Kalbermatter: Wir haben zurzeit so günstige Zinsen wie noch nie. Die Wahrscheinlichkeit, dass in fünf oder sieben Jahren ein neues Bauprojekt ausgearbeitet werden müsste, ist gross. Wir würden es bedauern, wenn aus zu grosser Vorsicht ein ausgewogenes Projekt zurückgestellt wird, dessen Notwendigkeit ausgewiesen ist. Uns geht es nicht darum, Projekte gegeneinander auszuspielen. Wir sehen den Bedarf der Schule, aber auch jenen der Kultur. Es soll ein Miteinander und kein Gegeneinander sein.

Sollten Ihre Bedürfnisse umgesetzt werden, wäre dann die Abstimmung über das Projekt Sonnenhof Bestandteil einer der zwei Abstimmungen, die noch in diesem Jahr vorgesehen sind?

Feller: Falls möglich, wäre dies grundsätzlich das Ziel. Nach unseren Informationen hat der Gemeinderat in der Zwischenzeit die Möglichkeiten ausgelotet. Wir sind der Meinung, dass alle Bauvorhaben in eine Abstimmung gepackt werden könnten.

Handelt der Gemeinderat Ihrer Meinung nach zu defensiv?

Kalbermatter: Der Gemeinderat hat in den vergangenen Jahren wohl eher zu vorsichtig budgetiert. Allein die Rechnung im vergangenen Jahr erfährt eine Besserstellung von fünf Millionen Franken. In den Jahren davor war es ähnlich. Wir fänden es sinnvoll, wenn der Gemeinderat eine offensivere Variante ausarbeitet und aufzeigt, was diese für Auswirkungen hätte und ob allenfalls der Steuerfuss um einige Prozentpunkte erhöht werden müsste.

Innerhalb von drei Wochen haben 290 Bürgerinnen und Bürger die Petition unterschrieben. Bis wann erwarten Sie seitens des Gemeinderat eine Antwort?

Feller: Das ist schwierig einzuschätzen. Wir haben lange darüber diskutiert, wie wir unsere Anliegen vorbringen können. Letztlich haben wir den Weg der Petition gewählt. Diese gibt dem Gemeinderat Spielraum, nach möglichen Varianten und Handlungsoptionen zu suchen. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass der Gemeinderat keine fertige Lösung bis zur Bürgerversammlung am kommenden Freitag präsentieren kann. Dies war und ist auch gar keine Bedingung von uns.

Sind Überlegungen angestellt worden, was passiert, wenn alle drei Bauvorhaben gleichzeitig vors Volk kommen, diese aber abgelehnt werden?

Kalbermatter: Dieses Szenario haben wir diskutiert. Dann wäre die eine Million Franken, die für die Planungskosten zurückgestellt worden sind, tatsächlich in den Sand gesetzt. Deshalb haben wir uns für die Petition entschieden. Unser Anliegen ist es, dass der Gemeinderat die beste Variante ausarbeitet. Wenn der Gemeinderat immer noch der Meinung ist, dass das Risiko zu hoch sei, wird er dies kommunizieren.

Hinweis

Freitag, 23. März, 20 Uhr, Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde in der katholischen Kirche in Kirchberg.

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