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KIRCHBERG: «Die Praxis ist in guten Händen»

Heute Donnerstag wird Felix Fust zum letzten Mal Patienten in der Gemeinschaftspraxis an der Tulpenstrasse behandeln. Danach verabschiedet sich der gebürtige Kirchberger in den dritten Lebensabschnitt.
Beat Lanzendorfer
Felix Fust wird am Samstag 70 Jahre alt. Und heute verabschiedet er sich als Arzt aus der Gemeinschaftspraxis Tulpenstrasse in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Felix Fust wird am Samstag 70 Jahre alt. Und heute verabschiedet er sich als Arzt aus der Gemeinschaftspraxis Tulpenstrasse in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Am 23. Dezember feiert Felix Fust seinen 70. Geburtstag. Die Hälfte seines Lebens war er Arzt an seinem Geburtsort Kirchberg. Nach seinem Start in die Selbstständigkeit am 11. April 1983 an der Tulpenstrasse, kam es 13 Jahre später zur Umwandlung in eine Gemeinschaftspraxis zusammen mit Wolfgang Rudolph. «Dieser Entscheid war goldrichtig und begründete unser heutiges Praxismodell mit mehreren Ärzten», sagt Felix Fust.

Besonders förderlich sei der fachliche Austausch mit den Kollegen sowie die Möglichkeit der Teilzeitarbeit, was mehr Raum für die Familie und für andere Lebensinhalte lässt. Mit Wolfgang Rudolph, Ciril Hvalic, Michael Hechelhammer, Alex Teufel und Martina Rudin, welche das Pensum von Felix Fust übernimmt, weiss der Neu-Pensionär die Praxis in guten Händen.

Spital Wattwil war seine erste Station

«Ich kam im ehemaligen Restaurant Kulm im Rätenberg zur Welt. Hausgeburten waren zu jener Zeit noch üblich», erzählt Felix Fust. Aufgewachsen ist er mit seinen Eltern, drei Schwestern und einem Bruder in Kirchberg, wo er auch die Grundschulen besuchte. Der Wechsel an die Kantonsschule war mit dem Wochenaufenthalt in St. Gallen verbunden. Kantonsschulen in Wattwil und Wil sowie gut ausgebaute Verkehrsverbindungen nach St. Gallen gab es damals noch nicht.

Nach dem Militärdienst und dem siebenjährigen Medizinstudium an der Universität in Zürich «gönnte» sich der 28-Jährige eine viermonatige Reise nach Indien, die via Afghanistan, den Iran, die Türkei, Griechenland, Italien und Frankreich zurück in die Schweiz führte. «Die Begegnungen mit den unterschiedlichen Menschen auf der Reise prägten mich nachhaltig und förderten mein Verständnis für verschiedene Lebensumstände und -anschauungen». Seine erste Stelle als Assistenzarzt nahm Felix Fust in der Chirurgie des Spitals Wattwil an. Weitere Stationen waren das Spital in Wil, das St. Galler Kinderspital, das Kantonsspital auf diversen Abteilungen und die Rehaklinik Walenstadtberg. Mit der Unterstützung des ehemaligen Kirchberger Landarztes Alfons Mäder, welcher ihn sowohl fachlich, als auch menschlich förderte, machte sich Felix Fust mit 35 Jahren als Allgemeinmediziner in Kirchberg selbstständig. Nun, 35 Jahre später, übergibt er die Verantwortung komplett in jüngere Hände. «Während eines Berufslebens lernt man viel und gewinnt an persönlicher Reife und Ruhe. Ich möchte den Menschen danken, die mir während langer Jahre ihr Vertrauen schenkten und mich an ihren Leben teilhaben liessen. Dieser intensive Kontakt mit den Menschen wird mir nach meiner Pensionierung fehlen», resümiert Felix Fust.

Ob er wie oben beschrieben heute Donnerstag tatsächlich zum letzten Mal Patienten betreut, mag man dem scheidenden Dorfarzt jedoch nicht ganz glauben. – Gut vorstellbar, dass man Felix Fust nach der Rückkehr von einer längeren Reise ab und zu als Ferienvertretung seiner Kollegen in der Praxisgemeinschaft antreffen wird.

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