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KIRCHBERG: Das Schulzimmer im Rucksack

Flexibilität und Individualität wird nicht nur von den Schülern und Schülerinnen verlangt. Auch ein modernes Klassenzimmer passt sich an die heutigen Ansprüche an. Der PC ist nicht mehr wegzudenken.
Jonas Manser

Jonas Manser

jonas.manser@wilerzeitung.ch

Wir leben in einer Welt umringt von elektronischen Geräten, können nicht mehr ohne sie leben. Es macht Sinn, die nächste Generation dementsprechend auf das Leben vorzubereiten, denn der gekonnte Umgang mit dem PC ist mittlerweile bei jeglicher Arbeit Voraussetzung. Noch nie da gewesene Berufe entstehen, alte verschwinden. Damit einhergehend werden Fertigkeiten und Fachwissen verlangt. Nicht nur die Pädagogik muss sich den Gegebenheiten anpassen, sondern auch das Schulzimmer an sich.

Die Firma Bischoff AG mit Hauptsitz in Wil beliefert Schulen bereits seit 160 Jahren mit Schul- und Büromaterial. Das Unternehmen, dessen Firmengeschichte bis ins Jahr 1857 zurückreicht, ist einer der grössten Lieferanten von Verbrauchsmaterialien für Schulen in der Schweiz. «Neben den üblichen Schulmaterialien statten wir Schulzimmer auch mit neuster Technik aus. Dieser Bereich ist in den vergangenen zehn Jahren beträchtlich gewachsen», so Christian Aegerter, Geschäftsführer der Bischoff AG. «Vor 40 Jahren war es der Projektor, vor 20 Jahren der Beamer und vor 13 Jahren kamen die ersten Touchscreens.» Mittlerweile wäre der Technikbereich grösser als der Verkauf von Schulmaterialien. Im neuen Lehrplan 21 treiben die Kompetenzbereiche Medien und Informatik den Umgang mit den neuen Medien voran. «Wir als Spezialisten versuchen, neue Trends aufzunehmen und unsere Produkte zu adaptieren.»

PC wurde zum festen Bestandteil

Das klassische Schulzimmer: streng symmetrisch angeordnete Zweierbänke mit Blick Richtung Wandtafel. Ganz früher noch mit der eigenen kleinen Schiefertafel, später dann mit Schulbüchern und Heftern. Doch wie sehen die Lernräume heutzutage aus? Anstelle des Hellraumprojektors steht nun ein sogenannter «Visualizer» auf dem Pult der Lehrperson – einfach gesagt, eine Digitalkamera an einem Ständer befestigt. Diese schickt das Bild kabellos an den Beamer oder an einen interaktiven Bildschirm. Definitiv nicht mehr wegzudenken sei der PC. Dementsprechend sind die Peripheriegeräte alle miteinander vernetzt. «Die Wissensvermittlung verläuft eigentlich nur noch digital.»

Wandtafel bleibt hartnäckig hängen

Man könnte meinen, der Bildschirm habe nun komplett die schwarze Wandtafel ersetzt. Doch in der Schweiz habe die Schiefertafel, nicht wie in anderen Ländern, noch immer ihren festen Platz im Schulzimmer. So verkauft die Bischoff AG immer noch klassische Wandtafeln, welche aber um einen riesigen Bildschirm ergänzt wurden. Beim Mobiliar werde zusehends auf Flexibilität geachtet: Zweierbänke gebe es keine mehr, jeder Schüler hat sein eigenes Pult. Höhenverstellbar und mit Rädern ausgestattet, erlauben sie eine sofortige Umgestaltung des Klassenzimmers.

Es soll nicht nur Frontalunterricht stattfinden, sondern auch individuelles Lernen sowie Lernen in der Gruppe ermöglicht werden. «Schule heute ist digitaler, individueller und flexibler und die Digitalisierung wird weiter voranschreiten», sagt Aegerter. Die Zukunft heisse: «bring your own device». Dies bedeutet, dass Schüler ihre eigenen Geräte in die Schule bringen. Es gebe bereits Projektschulen, in denen der Unterricht gänzlich mit Tablets geführt werde. Trotzdem: «Schulen haben die Tendenz, einfach eine ganze Ladung iPads zu bestellen.» Dies sei jedoch nur sinnvoll, wenn die Geräte auch in den Unterricht integriert werden.

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