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KIRCHBERG: 50000 Hunderternoten daneben

Im Rechnungsergebnis der Gemeinde resultiert ein Gewinn von rund 4,7 Millionen Franken. Budgetiert war ein Verlust. Aufgrund anstehender Schulhausprojekte kommt eine Steuerfusssenkung trotzdem nicht in Frage.
Gianni Amstutz
Die Gemeinde Kirchberg hat sich im Budget 2017 um rund fünf Millionen Franken verschätzt. (Bild: KEY)

Die Gemeinde Kirchberg hat sich im Budget 2017 um rund fünf Millionen Franken verschätzt. (Bild: KEY)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Eigentlich hat man im Budget 2017 mit einem leichten Verlust von 360000 Franken gerechnet. Doch der Kirchberger Gemeinderat lag mit seiner Einschätzung weit daneben – und das freut ihn. Denn im Rechnungsergebnis weist Kirchberg einen Gewinn von 4,7 Millionen Franken aus. Eine Differenz von über fünf Millionen. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob zu zurückhaltend budgetiert worden ist.

Ratsschreiber Magnus Brändle verneint: «Gewisse Faktoren können im Budget nicht exakt einkalkuliert werden.» Im Falle Kirchbergs waren dies die Steuereinnahmen und die Ausgaben im Bildungsbereich. Während man bei den Steuern 2,2 Millionen Franken mehr einnahm als budgetiert, lag der Aufwand im Posten Bildung um denselben Betrag unter den Erwartungen.

Erschwerte Budgetplanung im Bereich Schule

Um die Steuereinnahmen für das Budget einzuschätzen, greife man in der Regel auf den Fünfjahresdurchschnitt zurück, erklärt Brändle. Erträge, die durch Nachzahlungen, Auszahlungen aus der Pensionskasse oder den Kauf beziehungsweise Verkauf von Grundstücken entstehen, könne man jedoch kaum voraussehen. Das erkläre die Differenz von rund 2,2 Millionen Franken.

Beim Schulbudget hätten zum Teil Erfahrungswerte gefehlt, auf die man hätte zurückgreifen können, sagt Magnus Brändle. Dies, weil im Rahmen der Einheitsgemeinde die beiden Schulgemeinden Kirchberg und Gähwil zu Beginn des Jahres 2017 zusammengeschlossen wurden. Deshalb habe der Gemeinderat eher vorsichtig budgetiert, um nicht plötzlich vor einem Defizit zu stehen. So sei der Minderaufwand von 2,2 Millionen Franken im Bildungsbereich zu erklären.

Gewinn für Schulraumprojekt einsetzen

Nun steht die Gemeinde fünf Millionen Franken besser da als erwartet. Profitieren die Bürger davon in Form einer Steuererfusssenkung? «Nein, wir sind froh, wenn der Steuerfuss gehalten werden kann», sagt Brändle. Denn die Gemeinde steht vor gewaltigen Investitionen. Die Um- und Neubauten der Schulhäuser in Bazenheid und Kirchberg werden in den nächsten Jahren rund 43 Millionen Franken kosten. Und die Projekte sind notwendig und wünschenswert. Denn die Schülerzahlen werden gemäss einer Studie weiter anwachsen. Deshalb hat der Gemeinderat am Dienstag beschlossen, mit einem Teil des Gewinns das Projekt Sonnenhof Kirchberg vorzufinanzieren. Je eine Million fliesst in die Direktabschreibung der Planungskosten und in die Vorinvestition für den Ausbau der Primarschule und Neubau Mehrzweckhalle Sonnenhof in Kirchberg. «Wir gehen davon aus, das Projekt so mittelfristig realisieren zu können», sagt der Ratsschreiber. Die restlichen 2,7 Millionen des Gewinns kommen dem Eigenkapital zugute. Dieses liegt neu bei 15,4 Millionen Franken. Trotzdem wird aufgrund der hohen Investitionskosten eine Verschuldung nicht zu vermeiden sein.

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