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Kindersegen verursacht Kosten

Weil immer mehr Familien nach Stein ziehen, muss die Gemeinde das Schulraumangebot erhöhen.
Karin Erni

Es sei ein «gutes Ereignis» sagte Gemeindepräsident Siegfried Dörig an der öffentlichen Versammlung vom Mittwochabend. «Immer mehr Familien ziehen nach Stein.» Das sei erfreulich, denn es handle sich um gute Steuerzahler.

Doch Kinder kosten auch etwas. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen und neuer Unterrichtsmethoden zeichnet sich beim Schulhaus ein erhöhter Raumbedarf ab. Es fehlen zwei Klassenzimmer und drei Gruppenräume. Um eine Lösung für dieses Problem zu finden, hat die Gemeinde bei den Architektinnen Eva Louis und Karin Fritsche Stadelmann eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Sie präsentieren als Lösung einen auf Stützen gestellten dreigeschossigen Holzbau. Er soll nicht nur das Raumproblem beseitigen, sondern dem Schulhausensemble auch ein neues Gesicht verleihen. Ein Erschliessungskorridor und ein Lift verbinden den strassenseitigen Kopfbau barrierefrei mit dem Primar- und dem Sekundarschulhaus. Damit wird die gesamte Anlage behindertengerecht. Im Erdgeschoss entsteht eine gedeckte Pausenhalle.

Relativ kurze Bauzeit dank Holzelementbau

Der Erweiterungsbau soll als vorgefertigter Elementbau erstellt werden. Die Verwendung von Schweizer Holz sei nachhaltig und man wolle sich damit an die lokale Bautradition anlehnen. Ausserdem sei damit eine kürzere Bauzeit verbunden, sagt Eva Louis. «Das bedeutet weniger Lärm, der den Unterricht stört und mehr Sicherheit für die Schulkinder.» Mit dem Giebeldach und der geschuppten weissen Fassade soll sich das Gebäude optimal an die angrenzende Ortsbildschutzzone anpassen.

Aus dem Publikum meldeten sich einige kritische Stimmen zu den Plänen. Ob man Hundwil mit seinen leerstehenden Schulräumlichkeiten in die Überlegungen einbezogen habe, wollte jemand wissen. Schulpräsident Jürg Aemisegger entgegnete, gegen eine Verlegung von Steiner Schülern nach Hundwil spreche der Schülertransport, welcher von den Eltern gar nicht geschätzt werde. Auch die räumliche Trennung der Lehrerteams sei nicht ideal. Jemand wollte wissen, ob man nicht wie in vielen Städten mit Provisorien arbeiten könnte. Siegfried Dörig entgegnete, das Wachstum der Schülerzahlen sei nachhaltig. Durch die derzeitige Bautätigkeit würden noch mehr Familien nach Stein ziehen. Ein weiterer Bürger wollte wissen, ob man den zusätzlichen Wärmebedarf für das neue Gebäude bei der Planung der Schulhausheizung eingerechnet habe. Diese wird für über eine halbe Million Franken durch eine Wärmepumpenheizung ersetzt. Dies sei berücksichtigt worden, erklärte Dörig.

Eine grobe Kostenschätzung geht von Baukosten in der Höhe von rund 3,3 Millionen Franken aus. Die Steiner Stimmbürger können im Herbst 2020 über den Baukredit abstimmen. Die Realisierung soll bis im Jahr 2022 erfolgen.

Voranschlag rechnet mit Ertragsüberschuss

Am Mittwochabend wurde auch das Budget für das Jahr 2020 präsentiert. Es weist bei Einnahmen von gut 7 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von gut 130000 Franken aus. Die Investitionsrechnung sieht Ausgaben in der Höhe von 976000 Franken vor. Es wurde von einem gleichbleibenden Steuerfuss von 3,7 Einheiten ausgegangen. 2020 rechnet Stein mit 140000 Franken aus dem kantonalen Finanzausgleich.

Zu reden gaben an der Versammlung auch die Spitexleistungen. Die Gemeinde muss voraussichtlich Beiträge in der Höhe von 68000 Franken leisten. Bei hauswirtschaftlichen Leistungen muss sie die Hälfte der Kosten übernehmen. Aktuell sind dies 39 Franken pro Stunde.

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