KINDERDORF PESTALOZZI: Seit 1982 im Ausland engagiert

Die Stiftung des Kinderdorfes Pestalozzi ermöglicht benachteiligten Kindern den Zugang zu Bildung. Am Jubiläumstag wurde auch auf 35 Jahre Auslandsprojekte zurückgeschaut.

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Rosmarie Quadranti setzt sich für Schulbildung für benachteiligte Kinder ein. (Bild: PD)

Rosmarie Quadranti setzt sich für Schulbildung für benachteiligte Kinder ein. (Bild: PD)

Seit 1982 engagiert sich die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi für benachteiligte Kinder im Ausland. Kürzlich fanden die Feierlichkeiten anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen statt. Die Stiftung blickte zusammen mit den geladenen Gästen in die Vergangenheit und Gegenwart ihres Auslandsengagements.

Die Stiftungsratspräsidentin des Kinderdorfes Pestalozzi, Rosmarie Quadranti, eröffnete die Feierlichkeiten mit den folgenden Worten: «Heute haben rund 57 Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung. Zu Beginn der 80er-Jahre lag diese Zahl deutlich höher.» Wie sie weiter ausführte, war die Stiftung damals nur im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen tätig. Die Situation vieler Kinder weltweit veranlasste die Stiftung im Jahr 1982 dazu, ihr Engagement auf Projekte im Ausland auszuweiten.

Während es sich zu Beginn um Nothilfeprojekte handelte, fokussierte sich die Stiftung zunehmend darauf, benachteiligten Kindern einen regelmässigen Schulbesuch zu ermöglich. Ganz im Sinne des Gründers der Stiftung, Walter Robert Corti, konzentriert sich das Engagement in der Gegenwart auf Bildungsprojekte. «Wir sind der Überzeugung, dass Bildung der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung und eine friedlichere Welt ist», sagte Rosmarie Quadranti zum Schluss ihrer Rede.

Das Auslandsengagement der Stiftung wurde über die Jahre laufend ausgebaut. Es umfasst heute vier Weltregionen, in denen die Stiftung jeweils in drei Ländern tätig ist. «Diese regionale Ausrichtung ermöglicht einen regen Wissens- und Erfahrungsaustausch», erklärt Miriam Zampatti, Leiterin der internationalen Programme der Stiftung. Alleine im Jahr 2016 profitierten 170 000 Kinder sowie deren Eltern und Lehrkräfte von den Projekten der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.Auch wenn das Ostschweizer Hilfswerk und viele weitere Akteure in den vergangenen 35 Jahren viel bewirkt haben, bleibt nach wie vor Millionen von Kindern die Möglichkeit verwehrt, regelmässig die Schule zu besuchen. Insbesondere Mädchen und Kinder aus ethnischen Minderheiten sind davon betroffen. Die Notwendigkeit, benachteiligten Kindern durch Bildung den Weg aus der Armut zu ebnen, ist auch in naher Zukunft gross, so das Fazit des Anlasses.

Reto Schläpfer

redaktion@appenzellerzeitung.ch