Kinder interpretieren Monet neu

In nur wenigen Wochen verwandeln sich Rehetobler Kindergärtler in kleine Künstler. Inspirationen holen sie sich bei den Grossen der Kunstgeschichte. Nun sind ihre Werke in der Ausstellung «Kind und Kunst» im Kronenbühl zu sehen.

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Kindergärtler aus Rehetobel führen Erwachsene durch die Ausstellung «Kind und Kunst». (Bild: pd)

Kindergärtler aus Rehetobel führen Erwachsene durch die Ausstellung «Kind und Kunst». (Bild: pd)

REHETOBEL. Während fünf Wochen beschäftigten sich die Kinder des Kindergartens Rehetobel mit dem Thema Kunst. Die Kinder, die während dieser Zeit oft mit Farbspuren an den Fingern nach Hause kamen, berichteten den Eltern voller Begeisterung von den Maltechniken und gaben dabei manches Rätsel auf: «Wir kratzen mit Nägeln, und dann wird aus Schwarz auf einmal Bunt.» Sie sagten: «Durch Pusten in Seifenschaum erzeugen wir farbige Bilder», «wir machen unsere Pinsel selber aus Haselzweigen» oder «wir malen mit Händen und Füssen». Diese und weitere Rätsel wurden am vergangenen Freitag aufgelöst, als Eltern und Angehörige zur Vernissage in den Ausstellungsraum vom «Kronenbühl» in Rehetobel eingeladen wurden.

Beliebte Zuckerwasser-Technik

In der aufwendig vorbereiteten Ausstellung konnten zahlreiche Kunstwerke der Kinder bewundert werden. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von den verschiedenen Techniken, welche die Erzieherinnen mit den Kindern ausprobiert hatten. Und sie waren fasziniert, welch gelungene Kunstwerke dabei entstanden sind: Fensterbilder mit Wachstropfen, die in bunten Farben leuchteten. Die Kinder zauberten mit Hilfe einer Schnur und eines Telefonbuchs abstrakte Muster. Durch Pusten in Wasserfarbtropfen entstanden Höhlenbilder, die mit Lianen zugewachsen waren. Ausserdem wurde das bekannte Seerosen-Bild von Monet mit der Zuckerwasser-Technik nachgemalt, die bei den Kindern sehr beliebt ist. Ebenso beeindruckend war eine ganze Stadt aus bunten Hundertwasser-Häusern.

Chamäleon Carlo war stets dabei

Weitere kreative Techniken wurden den Besucherinnen und Besuchern an den Stationen anhand von Gegenständen und Beschreibungen vorgestellt. Detaillierte Auskünfte gaben aber auch die kleinen Künstler – voller Stolz und Freude. Dass die Kinder diese Kunstwochen sehr genossen haben, konnten die Besucher anhand der gezeigten Fotoschau nachspüren. Beliebter Begleiter war stets das Chamäleon Carlo, das auch an der Ausstellung nicht fehlen durfte. Umrahmt wurde die Vernissage am Wochenende von den Hackbrettklängen von Lorenz Schefer. Die Ausstellung ist noch bis morgen Mittwoch für die Öffentlichkeit zugänglich. (pd)

«Kinder und Kunst», Werke von Kindern aus Rehetobel, letzter Ausstellungstag: Morgen, 14–17 Uhr, Kronenbühl, Rehetobel.