Kiesreserven reichen nur noch bis Ende Jahr

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Kirchberg Die Kiesgrube unterhalb Wolfikon in der Gemeinde Kirchberg soll Richtung Norden ausgeweitet werden. Dies, weil festgestellt wurde, dass die Kiesreserven statt bis 2022 nur noch bis Ende 2017 genügen.

Die Kiesvorkommen im Gebiet Riedenboden-Chalchbüel der bewilligten Abbauetappen 1 bis 4 werden im Kieswerk Kirchberg der Holcim Kies und Beton AG aufbereitet. Die Abbautätigkeiten sind in den bewilligten Abbauetappen 1 bis 4 bereits weit fortgeschritten. Der bewilligte Abbauplan für Etappe 4 aus dem Jahr 2014 sah vor, dass die Kiesreserven noch bis 2022 reichen werden. Die Realität hat jetzt aber gezeigt, dass die vorhandenen Reserven nur noch bis Ende 2017 genügen. Dies einerseits aufgrund der aktuell grossen Nachfrage nach hochwertigem Kiesmaterial, andererseits aufgrund der mächtigen Überdeckung von bis zu 23 Metern durch nicht verwertbares Moränenmaterial. Zudem kann der östliche Teil der Etappen 2 und 3 nicht mehr abgebaut werden, da aufgrund von geotechnischen Un­tersuchungen die Böschungsstabilitäten im Bereich der Hochspannungsmasten nicht mehr gewährleistet werden können.

Erweiterung um fast zehn Hektaren

Die Erweiterung des Kiesabbaus des Abbaugebietes Riedenboden-Chalchbüel Richtung Norden nach Lamperswil ist laut Kirchberger Gemeindeblatt «nachvollziehbar, sinnvoll und zweckmässig», weil die bestehende Infrastruktur, wie Kieswerk und Zufahrtsstrassen, weitergenutzt werden können. Mit dieser Erweiterung des Abbauplanes vom 1. März 1996 wird das Abbaugebiet um 966 Aaren auf neu 3998 Aaren erweitert. Es wird mit 2,25 Millionen Kubikmeter Kiesmaterial gerechnet. Damit dauert der Abbau bis 2031. Die Auffüllung dauert bis 2043 und die Rekultivierung bis 2045. Der Abbauplan liegt bis zum 2. August im Kirchberger ­Gemeindehaus auf. (gem)