Kiesabbau verzögert sich

Die Firma Willi Scherrer AG plant, während 20 Jahren im Gebiet Chrobüel Kies abzubauen. Das Land wird danach rekultiviert. Nach Genehmigung des Abbauplanes ist erneut ein Rekurs eingegangen.

Beat Lanzendorfer
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Die Firma Willi Scherrer Kies und Beton AG plant, im Gebiet Chrobüel, am westlichen Dorfrand von Bazenheid, Kies abzubauen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Firma Willi Scherrer Kies und Beton AG plant, im Gebiet Chrobüel, am westlichen Dorfrand von Bazenheid, Kies abzubauen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

KIRCHBERG. Laut Kirchberger «Gmeindsblatt» von heute Freitag hat die Willi Scherrer Kies und Beton AG, Bazenheid, im Mai 2014 ein Kiesabbaugesuch mit Abbauplan und Umweltverträglichkeitsbericht für einen Kiesabbau im Gebiet Chrobüel eingereicht.

In der Folge haben während der Auflagefrist mehrere Personen, die durch einen Anwalt vertreten waren, Einsprache erhoben.

Keine Einigung erzielt

Die Einspracheverhandlung im Herbst 2014 führte zu keinem Ergebnis, die Einsprache wurde nicht zurückgezogen. Dazu Willi Scherrer senior: «Wir haben uns bereit erklärt, einige Korrekturen beim Abbaugesuch vorzunehmen. Darunter sind das Anbringen einer Lärmschutzwand sowie Anpassungen bei der Werkpiste. Mehr ist aus unserer Sicht aber nicht mehr möglich.» Und weiter: «Die Gemeinde und die Dorfkorporation Bazenheid haben schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts im 4,2 Hektaren grossen Gebiet am westlichen Rand des Dorfes Kies abgebaut. Die noch vorhandene Restmenge möchten wir jetzt abbauen.» Aufgrund der Beurteilung der involvierten Stellen seitens Bund und Kanton ist der Abbauplan Chrobüel in der Folge im vergangenen Jahr genehmigt, der Kiesabbau als umweltverträglich eingestuft worden.

Fristverlängerung bis 16. Februar

Nach diesem Entscheid ist beim Baudepartement des Kantons St. Gallen am 18. Januar 2016 erneut ein Rekurs eingegangen.

Der Anwalt der neun Einsprecherinnen und Einsprecher hat für die Begründung eine Fristverlängerung eingereicht, die ihm bis zum 16. Februar gewährt worden ist. Trifft die Begründung fristgerecht ein, wird das Baudepartement des Kantons St. Gallen eine Einigungsverhandlung einberufen. Sollten sich an dieser die Parteien nicht finden, wird das Baudepartement einen Entscheid fällen.

Der unterlegenen Partei steht es anschliessend offen, ans Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen zu gelangen. Letzte Instanz wäre das Bundesgericht.

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