KIESABBAU RIEDENBODEN-CHALCHBÜEL, KIRCHBERG: Ein Projekt steht vor der Bewilligung

Simon Dudle
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Es gibt Neuigkeiten zu zwei Kiesabbau-Projekten in der Gemeinde Kirchberg: In Wolfikon gibt es gegen die Erweiterung Richtung Norden keinen Widerstand. Nachdem es solchen im Bazenheider Chrobüel gegeben hatte, wird nun ein angepasstes Projekt ausgearbeitet.

Die Kiesgrube im Kieswerk der Holcim Kies und Beton AG unterhalb des Kirchberger Ortsteils Wolfikon kann aller Voraussicht nach Richtung Norden ausge­weitet werden. Da die öffentliche Planauflage keine Einsprachen provoziert hat, dürfte im Gebiet Riedenboden-Chalchbüel nahe Lamperswil bis zum Jahr 2031 Kies abgebaut werden.

Die Abbautätigkeiten in den sogenannten Abbauetappen 1 bis 4 sind weit fortgeschritten. Die ­vorhandenen Reserven reichen voraussichtlich nur noch bis Ende des laufenden Jahres. Zudem kann der östliche Teil der Etappen 2 und 3 nicht mehr ab­gebaut werden, da aufgrund von geo­technischen Un­tersuchungen die ­Böschungsstabilitäten im Bereich der Hochspannungsmasten nicht mehr gewährleistet werden können.

Nun stehen die Etappen 5 bis 7 an. Mit dieser zweiten Erweiterung des Abbauplanes von 1996 wird das Gebiet um 966 Aren auf neu 3998 Aren erweitert. Es wird mit 2,25 Millionen Kubikmeter verwertbarem Kiesmaterial gerechnet. Der Abbau dauert nach heutigen Berechnungen bis 2031, die Auffüllung bis 2043 und die Rekultivierung bis 2045. Als Nächstes hat der Kanton die Umweltverträglichkeit festzustellen und der Kiesabbau-Plan wird vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen (Areg) geprüft. Dann kann mit dem Abbau bei Lamperswil begonnen werden.

Ein zweiter Anlauf in Bazenheid

Bereits im Mai 2014 hatte die in Bazenheid ansässige Willi Scherrer Kies und Beton AG einen Abbauplan samt Umweltverträglichkeitsbericht für das Gebiet Chrobüel oberhalb von Bazenheid eingereicht. Gesamthaft sollen während 20 Jahren 300 000 Kubikmeter Kies abgebaut werden. So der ursprüngliche Plan. Jedoch wehrten sich mehrere Personen mit einem Anwalt dagegen und legten Rekurs ein. Der zu erwartende Mehrverkehr ­sorgte für Emotionen. Das Gesuch ist in der Zwischenzeit zurückgezogen worden. Als Nächstes soll ein angepasstes Projekt öffentlich aufgelegt werden.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch