Kickende Parlamentarier

HEIDEN. Heiden ist Austragungsort des 28. Parlamentarier-Fussballturniers. Nach starkem Beginn reicht es den Einheimischen nur zum achten Rang. Als Gastgeber und Organisatoren zeigen sich die Appenzeller aber von ihrer besten Seite.

Mea Mc Ghee
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Geschenke vor jedem Spiel. (Bilder: mc)

Geschenke vor jedem Spiel. (Bilder: mc)

In den Gruppen «Südwörscht», «Moschtbröckli», «Biberli» und «Landjäger» kämpfen am Samstag auf der Sportanlage Wies in Heiden 17 Mannschaften aus kantonalen Parlamenten um den Einzug in die Zwischenrunde. Zum 28. Mal wird das nationale Parlamentarier-Fussballturnier ausgetragen – erstmals findet es im Appenzellerland statt.

Eingespieltes Team

Die Politiker aus den beiden Appenzeller Halbkantonen bilden ein eingespieltes Team, stehen sie doch seit sieben Jahren gemeinsam auf dem Fussballfeld. Das Startspiel gegen die Vertreter des Grossrats Schaffhausen gewinnen sie nach einem Treffer in der Schlussphase 2:1. Es folgt ein torloses Unentschieden gegen die Vertreter aus dem Kanton Bern. «Jetzt wechseln in der Verteidigung», ruft Regierungsrat Köbi Frei während des Matchs gegen die Freiburger vom Spielfeldrand her. Eigentlich wäre Max Frischknecht für die Taktik zuständig, doch die Regierung schwatze halt immer drein, rechtfertigt sich der Finanzdirektor. Auf dem Rasen wird ehrgeizig gekämpft, daneben geht es recht launig zu und her. Zu Beginn jeder Partie werden im Anspielkreis auf Anregung der Organisatoren Geschenke mit Spezialitäten der jeweiligen Region ausgetauscht. Richard Fischbacher, Stadionspeaker des FC St. Gallen, und Gemeindeschreiber von Bühler, ist ein routinierter Speaker. «Campo uno, un minuto, une minute, ei Minute», kündet er die Schlussphase der jeweils drei parallel laufenden Spiele an.

Turniersieger aus dem Wallis

In den Halbfinals setzen sich die Politiker aus dem Kanton Wallis gegen St. Gallen 1:0 durch. Nach einem Erfolg im Penaltyschiessen gegen Schaffhausen ziehen die Tessiner in den Final ein. Dank eines 3:0-Sieges gegen den Titelverteidiger gewinnen die Walliser das diesjährige Parlamentarier-Fussballturnier. Die Gastgeber klassieren sich auf dem achten Rang.

Team Appenzellerland: Max Nadig; Köbi Frei, Matthias Weishaupt, Florian Hunziker, Edgar Bischof, Rolf Inauen, Thomas Rechsteiner, Markus Dörig, Christian Meng, Josef Schmid, Roger Nobs. Rangliste: 1. Wallis; 2. Tessin; 3. St. Gallen; 4. Schaffhausen; 5. Waadt; 6 Basel-Land; 7. Luzern; 8. Team AR/AI; 9. Thurgau; 10. Zürich; 11. Solothurn; 12. Schwyz; 13. Freiburg; 14. Zug; 15. Bern; 16. Jura; 17. Basel-Stadt.

Schellen für jedes Team.

Schellen für jedes Team.

Packende Spielszenen lieferten sich die Appenzeller (weisse Tenues) mit Politikern anderer Kantone.

Packende Spielszenen lieferten sich die Appenzeller (weisse Tenues) mit Politikern anderer Kantone.

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