Kerzenlicht für Menschenrechte

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«Wir haben heute eine Kerze angezündet, die nie wieder ausgehen wird», sagte der Amnesty-Gründer Peter Benenson am 10. Dezember 1961, als er in London die erste «Kerze der Freiheit» anzündete. Ziel der Vereinigung war und ist bis heute geblieben, sich für politische Gefangene einzusetzen, die wegen ihrer Meinung oder ihres Glaubens verfolgt werden.

Im Toggenburg wurde die «Kerze der Freiheit» im Jahr 1976 zum ersten Mal öffentlich angezündet, initiiert von Walter Hehli, damals Pfarrer in Brunnadern. Auch dieses Jahr soll die Kerze im Dezember, vor allem auch am zehnten Tag des Monats, dem Tag der Menschenrechte, weltweit als Zeichen der Hoffnung brennen. Das Wort Freiheit steht in neun Sprachen auf der Kerze und soll daran erinnern, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. Die Kerze wird in den evangelischen und katholischen Kirchen von Ebnat-Kappel, Krinau und Wattwil, in der Bäckerei Schambron, Ebnat-Kappel, im Wattwiler Laden «bio plus fair» und am 8. Dezember auch im Café am Dorfbach verkauft. Die Amnesty-International-Lokalgruppe Toggenburg freut sich über alle Kerzen, die im Tal für Freiheit und Gerechtigkeit angezündet werden. «Wir setzen damit ein starkes Zeichen der Solidarität mit Opfern von Menschenrechtsverletzungen», heisst es in der Mitteilung der Organisatoren. (pd/aru)