Kerzengerade und dicht mit Moos bewachsen

Sechs wetterfeste Kinder, eine Leiterin und ein Leiter der Jugendnaturschutzgruppe Toggenburg, wagten sich letzten Samstag nachmittag bei strömendem Regen in den Wald oberhalb der Wasserfluh auf die Suche nach dem ältesten Baum von Lichtensteig.

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Sechs wetterfeste Kinder, eine Leiterin und ein Leiter der Jugendnaturschutzgruppe Toggenburg, wagten sich letzten Samstag nachmittag bei strömendem Regen in den Wald oberhalb der Wasserfluh auf die Suche nach dem ältesten Baum von Lichtensteig.

Kurz nachdem die Schar zu Fuss von der Post Lichtensteig aus Richtung Köbelisberg gestartet war, zeigte sich Petrus von seiner schlechteren Seite und liess viel Nass auf die Teilnehmenden herunterprasseln.

Nur gut, dass alle mit mehr oder weniger dichter Regenbekleidung ausgestattet waren, denn der Regen wollte den ganzen Nachmittag nicht aufhören. Die Gruppe liess sich davon aber die Laune nicht nehmen und war schnell am Ziel im Wald oberhalb der Wasserfluh.

160jährige Schönheit

Bei einem ersten Stop lernten die Kinder viel über den Aufbau eines Baumes und durften blind den Waldboden mit den Füssen (natürlich in festes Schuhwerk eingepackt) und die Strukturen eines Baumes mit den Händen ertasten.

Noch ein paar Meter weiter bergauf und schon entdeckte die Gruppe den ältesten Baum – eine rund 160jährige Buche. Die Naturschutzbuche ragt kerzengerade in den Himmel und ihr dicker Stamm ist unten dicht mit Moos bewachsen. Gemäss eines ortskundigen Försters habe die Buche in einer Grossrodung um 1900, damals rund 50jährig, sehr viel Licht bekommen, was ihren geraden Wuchs und ihre Mächtigkeit erklärt.

Hier oben bei der Buche erhielten die Kinder die Aufgabe, fünf verschiedene Blätter zu sammeln, welche später bestimmt werden sollten. Eigentlich wären hier noch einige Spiele geplant gewesen, welche aufgrund der Wetterbedingungen aber mehrheitlich weggelassen wurden.

Abstieg und Aufwärmen

Bevor sich die Gruppe wieder ins Tal aufmachte, gab es für alle heissen Tee und Guezli, was die Stimmung wieder erhellte. Der Abstieg verlief rasch, da sich alle nach einem Dach über dem Kopf sehnten.

Wieder bei der Post Lichtensteig angekommen, wurde die ganze Schar von der Juna zu einer heissen Schoggi eingeladen. Hier blieb auch noch Zeit die Blätter zu bestimmen, zu zeichnen und Karten zu spielen. Trotz des schlechten Wetters war es ein gelungener und freudiger Ausflug, der allen Beteiligten hoffentlich gut in Erinnerung bleibt. Tobias Alther

Nächster Anlass der Juna Toggenburg: 26. Juni in Wattwil mit den Eltern