Keiner will die Abfallbehälter

Die Mitglieder der Dorfkorporation Ebnat-Kappel genehmigten die Rechnung 2013 und das Budget 2014. Der Stromverbrauch stieg 2013, während der Wasserverbrauch sank. 2016 und 2017 sind Grossinvestitionen für Glasfaserkabel bis zu den einzelnen Häusern geplant.

Martin Knoepfel
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EBNAT-KAPPEL. Vorgestern Montag fand die ordentliche Versammlung der Dorfkorporation Ebnat-Kappel statt. Die Mitglieder der Dorfkorporation Ebnat-Kappel hiessen jeweils einstimmig die Rechnung 2013 sowie das Budget und das Investitionsprogramm fürs laufende Jahr gut. 47 der 2752 Stimmberechtigten kamen zur Versammlung.

Der Stromverbrauch in Ebnat-Kappel stieg 2013 etwa um die Menge, die die IST AG bezogen hat. Rund sechs Prozent des Stromverbrauchs wird für Wärmepumpen benötigt. In gut vier Jahren hat sich ihr Stromkonsum mehr als verdoppelt. Das steht im Geschäftsbericht 2013. Aus dem Stromverkauf löste die Dorfkorporation 4,31 Millionen Franken, womit das Budget ganz knapp verfehlt wurde. 17,6 Prozent des Stroms oder 4,8 Millionen Kilowattstunden würden lokal produziert, rechnete Verwaltungsratspräsident Walter Scheiwiller vor. Davon stammten wiederum 4,02 Millionen von der Wasserkraftwerk Ebnat AG, der Rest von Photovoltaikanlagen.

Sorgenkind Wasser

Die Wasserversorgung nennt Walter Scheiwiller ein Sorgenkind. Der Verbrauch sinke, was aber keinen Einfluss auf die Kosten habe, sagte der Präsident. Der Ertrag aus dem Wasserverkauf lag um 45 847 Franken unter dem Budget von 716 000 Franken. Der tiefere Wasserverbrauch wirkt sich auch auf die Abwassergebühren aus. Beim Kommunikationsnetz sind die Differenzen zum Budget gering. Die Zahl der Kabelkunden steigt weiter. Im Geschäftsbericht wird das auf das attraktive Kombiangebot mit der Thurcom zurückgeführt.

Die Abfallentsorgung schloss besser ab als erwartet, so dass man eine Einlage in die Reserve tätigen konnte, anstatt aus dieser Geld zu beziehen. Walter Scheiwiller betonte die Vorzüge der Unterflurbehälter für Abfallsäcke. Die Dorfkorporation hat aber Mühe, Grundbesitzer zu finden, die bei sich den Bau eines solchen Behälters dulden.

Im Strombereich investierte die Korporation letztes Jahr unter anderem in die neue Transformatorenstation an der Churfirstenstrasse, wobei sie nur die Hälfte der Kosten selber bezahlen musste. Betriebsleiter Thomas Rütsche informierte über die Bauarbeiten. Weil die neuen Hochspannungsschalter 33 Zentimeter statt 1,2 Meter breit seien, sei die neue Trafostation nur noch halb so gross wie die alte. Die Kapazität sei aber nicht gesunken, und die neue Trafostation habe Platz für einen stärkeren Transformator. Die Wasserversorgung ersetzte 2013 die vier Brunnen an der Hauptstrasse in Kappel durch zwei neue Brunnen mit Becken aus Naturstein.

Kosten überschritten

Bei Arbeiten an den Quellleitungen und Schächten Färnli-Hoor-Gutental resultierte eine Kostenüberschreitung von einem Fünftel oder 47 000 Franken. Der Verwaltungsrat nennt im Geschäftsbericht als wichtigsten Grund, dass bei der Quelle und der Leitung tiefer gegraben werden musste. Zudem habe man eine Quellableitung ungeplant erneuern müssen, und Materialtransporte hätten mehr gekostet als budgetiert. Im Abwasserbereich schloss man 2013 die Sanierung des Regenbeckens und des Hebewerks der ARA ab.

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