Keine Zweige am Eidgenössischen

SCHWINGEN. Die Appenzeller verpassen am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag 2015 in Aarburg den Doppelzweig zum Teil nur sehr knapp. Aber alle sammeln wertvolle Erfahrungen.

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Jamie Marty im Angriff. (Bild: pre)

Jamie Marty im Angriff. (Bild: pre)

Bei heissen Temperaturen und vor 3670 Zuschauern bestritten 150 Nachwuchsschwinger der Jahrgänge 1998, 1999 und 2000 den Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag. In allen drei Kategorien siegte am Ende einer der Favoriten.

Sehenswerter Armzug

Jamie Marty startete in der jüngsten Kategorie (Jahrgang 2000) mit einem Sieg gegen den Innerschweizer Lukas Reichmuth in den Wettkampf. Im Gang zwei und drei unterlag er gegen zwei stärkere Gegner. Am Nachmittag blieb Marty ungeschlagen. Er gewann den vierten Gang, ehe er in einem zähen Kampf die Punkte teilen musste und stellte. Den letzten Gegner konnte er mit einem sehenswerten Armzug zum gültigen Resultat drehen. Mit 55,25 Punkten blieb er im achten Rang aber knapp hinter den Zweigrängen.

Viertelpunkt fehlte

Bei der ältesten Kategorie (Jahrgang 1998) kam Samuel Giger mit sechs gewonnenen Gängen ungefährdet zum einzigen Kategoriensieg für die Nordostschweizer. Die Appenzeller in dieser Kategorie starteten verhalten in den Wettkampf. Roman Wittenwiler stellte gegen den Berner Cedric Gfeller. Im zweiten Gang durfte er seinen ersten Sieg feiern, ehe der nächste Kampf verlorenging. Gestärkt aus der Mittagspause, legte der Schwellbrunner seinen Gegner nach wenigen Sekunden mit einem Bodenlätz ins Sägemehl. Auch den fünften Gang konnte er nach einer starken Leistung für sich entscheiden. Gegen den Berner Andreas Schletti hatte Wittenwiler das Wettkampfglück aber nicht auf seiner Seite. Kurz vor Gangende verlor er den Kampf und verpasste mit einem viertel Punkt den Doppelzweig.

Erlebnis und Erfahrung wichtig

Stefan Keller, Herisau, und Leo Salnajs, Lustmühle, erreichten mit verlorenen oder gestellten Gängen in Durchgang eins bis vier nur knapp den Ausstich. Zum Abschluss konnten beide ihren sechsten Kampf gewinnen. Das Erlebnis und die Erfahrung, welche alle Appenzeller Jungschwinger an diesem Wochenende machen konnten, ist wertvoll für ihren weiteren Weg im Sägemehl.

Schnupperschwingen

In drei Jahren treten die Jahrgänge 2001, 2002 und 2003 am Eidgenössischen in Landquart an. Der Nordostschweizerische Schwingerverband organisiert am nächsten Samstag für sie einen Schnuppertag. Auch bei den Schwingklubs Wolfhalden, Gais, Appenzell und Herisau können interessierte Buben Sägemehl-Luft schnuppern. (pre)