Keine Strafanzeige gegen Moser

Der Innerrhoder Grosse Rat nimmt vom Bericht der Staatswirtschaftlichen Kommission emotionslos Kenntnis. Damit ist die «Akte Moser» geschlossen.

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Fefi Sutter (Bild: Roger Fuchs)

Fefi Sutter (Bild: Roger Fuchs)

APPENZELL. Im Innerrhoder Grossen Rat stand gestern der Bericht der Staatswirtschaftlichen Kommission (StwK) zu den Vorwürfen von alt Säckelmeister Sepp Moser im Mittelpunkt. Landammann Daniel Fässler zeigte sich erleichtert über dessen Inhalt. Der politische Fokus könne nun wieder nach vorne gerichtet werden. Fässler verzichtet denn auch auf eine Strafanzeige gegen Moser. Dessen Vorwürfe seien zwar ehrverletzend und vielleicht gar verleumderisch gewesen. Doch er brauche keine persönliche Genugtuung.

Im Bericht geht die StwK auf sämtliche Vorwürfe Mosers an die Adresse der Standeskommission ein. Sie zieht das Fazit, dass keine «wirklichen Mängel festgestellt wurden». In einem Punkt gestand Landammann Fässler gestern einen «bedauerlichen Fehler» ein. Die Standeskommission habe nicht ehrlich darüber informiert, weshalb sie Moser von der Leitung des Steueramts entbunden habe. Man habe dem Wunsch Mosers entsprochen und gesundheitliche Gründe kommuniziert, um ihn zu schonen. Entbunden worden sei er aber, weil sein Name in einem Steuerstrafverfahren genannt wurde.

Fefi Sutter wurde einstimmig zum «höchsten Innerrhoder» für das Amtsjahr 2013/2014 gewählt. Der 50-Jährige gehört seit 2003 dem Grossen Rat an. Ebenfalls einstimmig gewählt wurde Thomas Mainberger als neuer Vizepräsident. (bei/miz)