Keine Pächter verdrängen

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Appenzell Bei der Beratung zur revidierten Baugesetzverordnung setzte Grossrat Patrik Koster (Rüte) einen Antrag gegen die Standeskommission durch. Immer häufiger werden Alphütten zu Ferienhäusern, Pächtern wird dabei entgegen gültiger Verträge die landwirtschaftliche Wohnnutzung entzogen. Koster will diesem Treiben einen Riegel schieben. Sein Antrag: Wer künftig eine unter Pacht stehende Alphütte umbauen will, muss im Rahmen des Bewilligungsverfahrens einen Pachtvertrag vorlegen, der mindestens sechs weitere Jahre gültig ist. Der Pachtgegenstand darf nicht zu Ungunsten des Pächters verändert werden.

Mit 23 zu 22 Stimmen bei zwei Enthaltungen stimmte der Grosse Rat zu. Bauherr Stefan Sutter und Landeshauptmann Stefan Müller sagten vergeblich, dass man dies im Rahmen der Revision des Alpgesetzes anschaue. Landammann Daniel Fässler warnte vor einem Schnellschuss ohne Analyse. Ebenfalls ohne Erfolg. Angesichts des neuen Artikels wird es zu einer zweiten Lesung der Verordnung kommen. (rf)